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Inbound 2014: Was wir gelernt haben

Ich finde das Beste in unsere Branche ist, dass es verdammt viel Neues ständig zu lernen gibt und dass niemand sagen kann: Jetzt hab ich alles beisammen und ich weiß wie es geht. Größe spielt in diesem Wettrennen um Know-how keine Rolle. Vielmehr kommt es auf einen unermüdlichen Entdeckergeist an. Mich motiviert das unheimlich. Im folgenden Artikel daher einige Beispiele was wir im abgelaufenen Jahr entdeckt und gelernt haben. 

Das war Inbound Marketing 2014 für uns:

Ein klares Ziel vor Augen

Vieles hab ich in diesem Jahr von der Inbound 2014 aus Boston mitgenommen. Die Inbound ist die weltweit größte Online Marketingkonferenz mit 10.000 Teilnehmern in diesem Jahr. Für mich war es toll mit anderen Agenturen zu reden, die schon oft mehr als 5 Jahre Inbound Marketing als Service anbieten. Alle haben ein klares Ziel vor Augen. Das besteht meist aus einer definierten Nische (Branchen, Region) und einem klar umrissenen Inbound Marketing Angebot.

Für uns bedeutet das: Wir konzentrieren uns auf Inbound Marketing in den Technologie Branchen und im Bereich professioneller Services in Österreich und dem deutschsprachigen Raum. Hauptsächlich liegt unser Fokus auf B2B.

Alles sonst was sich da derzeit in der Online Marketing Branche mit Social Media, Content Marketing etc. abspielt interessiert uns nicht mehr. Wir nutzen das alles als integrierte Bestandteile, aber wir laufen nicht jedem Trend nach und gehen nicht auf die xte Konferenz.

Ein einfacher Prozess

Jeder Kunde ist anders, jede Organisation braucht einen anderen Content und überhaupt braucht jeder eine einzigartige Strategie. Trotzdem haben wir gelernt alle Anforderungen, die aus Unternehmen und Organisationen an uns herangetragen werden mit einem einzigen Prozess zu "erschlagen". 4 Schritte (Analyse, Planung, Setup und laufendem Campaigning) und wir sind am Ziel. Das entspannt unheimlich. Jeder von uns weiß was zu machen ist und Kunden wissen jetzt auch für was wir nicht zu haben sind. Das scheint uns noch viel wichtiger, als dass Kunden wissen was wir können.

Bei diesem Punkt hilft uns HubSpot sehr. HubSpot ist unser Softwarepartner aber darüber hinaus unser Coach. Wir haben in den letzten Monaten unser Partner Training bei HubSpot absolviert und das gibt uns in Bezug auf Prozesse bei der Vermarktung von Inbound Marketing Services eine klare Linie auf weltbestem Niveau. Wir können gar nicht stark genug betonen, was wir durch die Partnerschaft mit HubSpot in diesem Jahr entdeckt und gelernt haben.

Qualität kommt zuerst

Da haben wir am Anfang geschummelt. Nach dem Motto: Hauptsache wir bekommen etwas auf die Reihe. Das rächt sich bei Inbound Marketing. Vieles mussten wir bei diesem Punkt auf die harte Art und Weise lernen. Wir dachten, dass wir Bereiche wie die Content Produktion outsorcen können. Es müsste doch im Land Redaktionen geben, die guten Content für unsere Kunden produzieren können.

Leider hat das nicht funktioniert. Wir haben viele Stunden investiert um Content zu "pimpen", den wir zugekauft haben und haben so die wirtschaftliche Situation von Projekten ziemlich vergeigt. Als Konsequenz haben wir Ende 2014 einen Chefredakteur angeheuert und werden in Zukunft Content möglichst selbst produzieren.

Unsere Kollegen in den USA bestätigen das: Du musst alles unter Kontrolle haben, auch den Content. So ist es auch. Wir merken, dass wir alles selber anbieten und umsetzen müssen, nur so können wir die Qualität garantieren, die wir brauchen damit Inbound Marketing funktioniert.

Wenn es um die Balance von Quantität und Qualität geht, dann würde ich heute ganz klar sagen: Lassen Sie immer die Qualität siegen. Ja wir brauchen auch die Quantität, erst ab einem bestimmten Momentum wirkt Content, aber wenn die Qualität nicht passt, nützt der viele Content gar nichts.

Mit den Kunden wachsen

Wir haben Gott sei Dank Kunden, die mit uns lernen wollen und immer bessere Ergebnisse erzielen wollen. Das war besonders in diesem Jahr zu spüren, da wir viele Prozessschritte im Inbound Marketing zum ersten Mal unter voller Belastung umsetzen konnten.

Ein Schlüsselerlebnis war die Vertriebsintegration in das Inbound Marketing bei einem Kunden. Jetzt wissen wir, dass das überhaupt einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren für das Inbound Marketing ist. Da muss man einmal durch, damit man weiß wie das zu meistern ist. Es gibt dazu zwar auch viel Theorie, das sind aber Bereiche, wo die praktische Erfahrung mehr zählt, als jede Anleitung.

Inbound Marekting ist hier in Europa so neu, dass es keine Schande ist zuzugeben, dass wir bei manchen Dingen experimentieren. Wichtig ist, dass wir die Verantwortung übernehmen und ständig Verbesserungen suchen und diese auch wirklich umsetzen.

Kompetenz aufbauen

Wie ich schon eingangs erwähnt habe, kommt es meiner Meinung nach im Online Marketing Markt derzeit nicht so sehr auf Größe, sondern vor allem darauf an Kompetenz aufzubauen. Ich denke, dass sich in den nächsten Jahren die Spreu vom Weizen deutlich trennen wird. Alle Online Aktivitäten, die keinen konkreten anhaltenden Beitrag zum wirtschaftlichen Erfolg leisten, werden verschwinden. Unternehmen haben genug von irgendwelchen viralen Ideen und Kampagnen, sie möchten Erfolge sehen. Kompetenz wird zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor bei den Inbound Marketing Service Anbietern.

Wir haben 2014 die Entscheidung getroffen, dass jeder Mitarbeiter bei uns alle HubSpot Zertifizierungen machen muss. Das sind geschätzte 50 Online Seminarstunden, viele Lernstunden und 5 Prüfungsstunden. Nach 13 Monaten verfallen die Zertikate und alles beginnt von vorne. Ich kenne derzeit keine bessere Ausbildung als die HubSpot Akademie. Keine Universität hat derzeit Inbound Marketing in dieser Qualität als Lernprogramm aufbereitet.

Darüber hinaus waren wir 2014 ständig als Entdecker unterwegs. Interessanter Weise hat sich unser Explorationsgebiet 2014 verkleinert. Durch das ständige Suchen nach Antworten haben wir jetzt einige wenige Quellen, die endlich die ersehnte Qualität von Antworten liefern. Dazu zählt natürlich der HubSpot Blog aber auch Coppyplogger, MOZ, PR2020, Marc Schäfer und David Meerman Scott.

Fazit Inbound Marketing 2014

Natürlich haben wir nicht nur ein Jahr lang nur gelernt und entdeckt, wir konnten auch einige tolle Kundenprojekte umsetzen und wir sind als Team gewachsen. Bettina Horvath ist aus Südafrika zu uns gestoßen und Heinz Janecska unterstützt uns im Vertrieb und wir haben ab jetzt einen Chefredakteur, dessen Namen wir erst in 2015 verraten.

Wir scharren in den Startlöchern für ein erfolgreiches Inbound Marketing 2015. Insgesamt wird es für die gesamte Wirtschaft in Europa schwieriger. Wir sehen das als Chance.

 

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Martin Bredl

Über Martin Bredl

Pionier im Inbound Marketing mit viel Erfahrung im Bereich Marketing Automation. Ist auch als Lektor am FH Joanneum tätig. Träumt von einer Farm in Afrika.