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Social Media Etikette: Gehen Sie mit gutem Beispiel voran!

Von Samuel Bredl / Mai 8, 2013
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Haben Sie gute Manieren? Benimmregeln sind nicht nur was für die feine Gesellschaft, so wie wir sie etwa von Thomas Schäfer-Elmayer kennen. Auch im Netz gelten solche Regeln. "Social Media Etikette" mag zunächst übertrieben klingen. Aber es geht darum auf Social Media erfolgreich zu sein. Und das ist man nur dann, wenn man sich an bestimmten Regeln hält. Damit Ihnen das gelingt, haben wir in diesem Beitrag die wichtigsten Punkte der Social Media Etikette recherchiert und für Sie aufgelistet.

Twitter Etikette

1. Senden Sie keine automatischen Direktnachrichten an Leute, die Ihnen folgen.

Solche Nachrichten sind unpersönlich und werden schnell als das entlarvt was sie sind: Spam.

Besser: Senden Sie einem neuen Follower einen relevanten Tweet, um mit ihm ins Gespräch zu kommen.

2. Vermeiden Sie eine Hashtag-Flut!

Eine Studie von Salesforce zeigt, dass Tweets mit ein bis zwei Hashtags 21% mehr Engagement bekommen als jene mit drei oder mehr Hashtags. Warum? Weil #lange #Tweets #mit #vielen #unnötigen #überflüssigen #hashtags schwerer zu lesen sind.

Besser: Verwenden Sie ein bis zwei Hashtags, die am besten zu Ihrem Unternehmen passen.

3. Kaufen Sie keine Followers!

Sie riskieren dadurch nicht nur einen Ausschluss von Twitter, sondern zeigen anderen dadurch, dass Sie nur Wert auf Zahlen legen. Zudem ist es fraglich, inwiefern gekaufte Followers aus z.B. Japan mit Ihnen interagieren möchten bzw. können.

Besser: Anstatt Followers zu kaufen, bringen Sie Leute mit überzeugenden Content dazu Ihnen zu folgen. Auch wenn es anfangs wenige sind, sind das die Follower die Sie für Ihr Unternehmen möchten.

4. Verbreiten Sie nicht nur Ihren eigenen Content!

Twitter ist für uns das effektivste Tool, um unseren Content zu verbreiten. Man könnte jetzt verleitet sein zu denken, dass wir unsere Beiträge hier so oft wie möglich rausschießen. Doch zu viel Self-Promotion kommt nicht gut an und Follower freuen sich,wenn man sie erwähnt und retweetet.

Besser: Teilen Sie den Content Ihrer Follower, wenn dieser interessant und relevant ist und bedanken Sie sich für Erwähnungen und Retweets.

Facebook Etikette

1. Don't Like your own post!

Ich sehe dieses Phänomen immer wieder bei Unternehmensseiten. Es wird etwas gepostet und Sekunden später hat die Firma und all ihre 10 Mitarbeiter den Post geliked. Abgesehen davon das es , denke ich, vorausgesetzt ist, dass man seine eigenen Posts mag, bringt dieser verzweifelte Drang nach mehr Likes wenig.

Besser: Content posten, der relevant und interessant für Ihre Fans ist und die Likes werden von alleine kommen. Nur Geduld!

2. Ignorieren Sie keine angebrachten Kommentare oder Fragen!

Wenn Sie auf Kommentare und Fragen Ihrer Fans nicht antworten, können sich diese rasch ignoriert fühlen. Auch wenn es sich um schwierige Fragen handelt, gehören diese beantwortet. Niemand will ignoriert werden!

Besser: Antworten Sie Ihren Fans und hören Sie zu was diese zu sagen haben. Sie erhalten hier wertvolles Feedback und Einblicke in die Interessen Ihrer Fans - völlig kostenlos!

3. Posten Sie keine Fotos von Fans, Kunden oder Mitarbeitern ohne deren Erlaubnis.

Bevor Sie ein Foto auf ihre Firmenseite posten, sollten Sie Folgendes überlegen: Ist diese Person ein Mitarbeiter, hat sie in irgendeiner Art und Weise zu diesem Post beigetragen? Würde sie dafür gerne öffentliche Anerkennung erhalten? Kennen Sie diese Person überhaupt? Wenn die Antwort "Nein" ist, sollte man es bleiben lassen.

Besser: Fragen Sie um Erlaubnis und erklären Sie kurz, wozu Sie dieses Bild verwenden möchten. So sind Sie auf der sicheren Seite.

4. Fragen Sie nicht ohne Grund nach Likes!

Auch wenn Facebook Posts mit dem Wort "Like" mehr Likes und Kommentare bekommen, sollte man nicht ständig seine Fans auffordern seine Beiträge zu liken. Das wirkt verzweifelt und aufdringlich.

Besser: Fragen Sie sich selbst "Wie kann dieser Post meine Fans dazu ermutigen, Antworten und Kommentare zu hinterlassen?" Dadurch steigern Sie die Qualität Ihrer Posts und die Chance, dass Ihre Fans mit Ihnen in Kontakt treten.

Inbound Marketing Guide

LinkedIn Etikette

1. Verkaufen Sie sich nicht selbst gleich nachdem Sie einer neuen Gruppe beigetreten sind!

Mit mehr als 1,5 Millionen Gruppen auf LinkedIn gibt es mehr als genügend Möglichkeiten, um Ihr Unternehmen bekannt zu machen. Wenn Sie jedoch gleich von Beginn an Werbung für Ihre Firma machen, kann es passieren, das Ihnen niemand mehr zuhören möchte.

Besser: Lauschen Sie Konversationen, kommentieren Sie und fügen Sie relevanten Content hinzu. Das ist das beste Rezept um langfristig erfolgreich zu sein.

2. Ignorieren Sie nicht die Tatsache, dass LinkedIn ein professioneles Netzwerk ist.

Der Social Recruiting Activity Report 2013 hat gezeigt, dass es über LinkedIn neunmal so viele Job-Bewerbungen gibt wie über Facebook und dreimal so viele wie über Twitter. Die Sprache die auf LinkedIn verwendet wird ist zudem eine andere, oft fachlichere, wie beispielsweise auf Facebook. Verwenden Sie daher nicht immer dieselben Postings für Ihren LinkedIn Account wie für Ihre anderen Social Media Plattformen.

Besser: Halten Sie sich an Postings über Ihre Industrie, sowie Produktupdates und Diskussionen Ihrer Branche. Fotos Ihrer letzten Firmenfeier haben auf LinkedIn nichts zu suchen.

3. Betteln Sie nicht um Recommendations!

Empfehlungen geben Unternehmen Glaubwürdigkeit und Vertrauen. Diese Empfehlungen müssen allerdings authentisch sein und können nicht erkauft werden. Wenn Sie Leute gleich nachdem Sie sich mit Ihnen connected haben um Empfehlungen anbetteln, werden sich diese gar ausgenützt fühlen.

Besser: Wenn Sie Empfehlungen möchten, fangen Sie mit Ihren Kunden an oder Projektpartnern, die Sie bereits kennen. Dadurch bleiben Ihre Empfehlungen authentisch und sagen auch wirklich etwas aus.

 

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Samuel Bredl
Über Samuel Bredl

Samuel Bredl hat Publizistik studiert. Für seine Bachelor Arbeit ist er extra nach Sofia geflogen, um den Marketing-Guru David Meerman Scott zu treffen. Auf seiner Website findet man eine lustige Geschichte dazu.