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7 essentielle Videos im Inbound Marketing

Von Lisa Panzenböck / März 26, 2020

Sekunden, ja sogar Zehntelsekunden in der ersten Wahrnehmung entscheiden heutzutage online, ob sich jemand mit einem Beitrag näher befasst. Wenn der allererste Eindruck nicht ausreichend neugierig macht, wird dem dahinterliegenden Content keine Chance gegeben. Videos bieten an dieser Stelle eine hervorragende Möglichkeit, um Ihre potenziellen Kunden sofort in Ihren Bann zu ziehen und sollten deshalb Teil Ihrer Content Strategie sein. Welche Videos sich besonders gut für Inbound Marketing eignen, erkläre ich in diesem Beitrag.

Unter dem Titel “The Selling 7” hat die Agentur Impact in den USA die wichtigsten Video-Arten im Inbound Marketing zusammengefasst. Orientiert an diesem Beitrag, lesen Sie nachfolgend, welche Videos sie unbedingt produzieren sollten, um erfolgreiches Inbound Marketing zu betreiben.

1. Landingpage Videos

Idealerweise sollte auf jeder Ihrer Seiten, auf der ein Formular zu finden ist, auch ein Video zu sehen sein. Schließlich findet auf Landingpages eine Form von Conversion statt, bei der Nutzer ihre Daten angeben müssen, um dafür etwas anderes zu bekommen. Sobald Besucher auf Ihrer Landingpage ankommen und das Formular erspähen, macht sich üblicherweise eine gewisse Skepsis und Ablehnung breit. Wieso muss ich denn hier meine Daten angeben? Was macht das Unternehmen damit? Bekomme ich jetzt Newsletter auf immer und ewig zugesendet? Fragen wie diese schießen vielen Menschen dabei sofort in den Kopf. Sie überlegen, ob es Ihnen das, was sie im Gegenzug für die Datenabgabe bekommen, tatsächlich wert ist. 

Videos können an dieser Stelle sehr wertvoll sein, da Sie Ihren potenziellen Kunden verschiedenste Ängste nehmen. In solch einem Video sollten Sie erklären, was Sie mit den Daten machen und warum es nötig ist, dass diese gesammelt werden. So bauen Sie zusätzlich auch Vertrauen in Ihr Unternehmen und deren Arbeitsweise auf.

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2. 80% Videos

Die nächste Art von Videos, auf die Sie im Inbound Marketing keineswegs verzichten sollten, sind 80% Videos. Dabei handelt es sich um Videos, die 80% der Fragen Ihrer potenziellen Kunden zu einem gewissen Thema abdecken. Was vielleicht nach einem Blockbuster in Spielfilm-Länge klingt, ist tatsächlich ein kurzes (in etwa 2 Minuten langes) Video. Egal wie kompliziert Ihr Unternehmen, seine Produkte/Services und Strukturen sind: Am Ende des Tages bekommen Ihr Vertrieb und Kundenservice immer wieder dieselben Fragen gestellt.

Um Ihren potenziellen Kunden in einer frühen Phase der Customer Journey bereits die brennendsten Fragen zu einem Thema zu beantworten, sind 80% Videos im Inbound Marketing unerlässlich. Diese können Sie zum Beispiel vor dem Abwickeln eines Connect Calls verschicken, in den FAQs Ihrer Website einbauen, oder auch in Blogbeiträgen. Hier sehen Sie zum Beispiel, wie unser CEO Martin die häufigsten Fragen zum Thema Leadgenerierung beantwortet:

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3. Mitarbeitervideos

Beim Wort “Mitarbeitervideos” denken viele von Ihnen vermutlich an Employer Branding Videos. Stimmungsvolle Clips, die Ihre Mitarbeiter freudig bei der Arbeit präsentieren, um durch die Verteilung solcher Videos neue Talente zu akquirieren. Im Inbound Marketing verstehen wir darunter allerdings Videos, die Ihre Mitarbeiter vorstellen. Wie sie heißen, was ihre Funktion im Unternehmen ist, wie lange sie schon dabei sind, was ihre größten Hobbies sind, was sie gar nicht leiden können, etc. Diese Art von Videos sind nicht nur sehr sympathisch, sondern tragen auch dazu bei, Vertrauen zu Ihren potenziellen Kunden aufzubauen. Schließlich haben Menschen, die diese Videos gesehen haben, Ihre Mitarbeiter bereits virtuell kennengelernt, sie sprechen gehört und wissen, mit wem sie künftig zusammenarbeiten würden. 

Stichwort Zusammenarbeiten: Wir würden Ihnen empfehlen, in der Produktion der Mitarbeitervideos mit jenen Kollegen zu beginnen, die am meisten Kundenkontakt haben. Auch Kollegen, die nicht so viel Kundenkontakt haben (in Abteilungen wie z.B. der Verrechnung, Buchhaltung, etc.) sollten dabei nicht außen vor gelassen werden. Schlussendlich vermittelt es potenziellen Kunden ein beruhigendes Gefühl zu wissen, wer im Hintergrund mit den Rechnungen und Co. hantiert. 

Die fertigen Videos können Sie zum Beispiel in der Rubrik “über uns” auf Ihrer Website veröffentlichen, und/oder Sie in die Signatur Ihrer Mitarbeiter integrieren. Sie werden erstaunt sein, wie viele Views solche Inbound Marketing Videos bekommen.

4. Produkt-/Service-Seiten Videos

Eine ewig lange, ermüdende Beschreibung von Produkten bzw. Services ist heutzutage von wesentlich geringerem Interesse als früher. Vor allem in der Awareness Phase möchte niemand sich lange Beschreibungen bzw. Beweihräucherungen eines Produkts/Services durchlesen. Die Menschen möchten sehen, was das Produkt kann und auf welche Weise es ihr eigenes Leben verbessert. 

Drehen Sie daher kurze Produkt-/Service-Seiten Videos, in denen gezeigt wird, was Ihr Angebot alles kann. So können Ihre potenziellen Kunden einen Eindruck darüber gewinnen, wie Ihr Produkt/Service im Alltag funktioniert. Ein gutes Beispiel für ein Produkt-Video sehen Sie hier vom Philips Bartschneider 7.000:

5. Kostenvideos

Es ist Ihnen bestimmt schon mal passiert, dass Sie auf eine Website gegangen sind und ganz bewusst nach dem Preis eines Produkts oder einer Dienstleistung gesucht haben und einfach nichts finden konnten. Ein sehr frustrierendes Nutzererlebnis, das vielleicht sogar darin geendet hat, dass Sie zur Website eines Mitbewerbers weitergegangen sind, dort fündig wurden und schließlich auch gekauft haben. 

Um zu vermeiden, dass es Besuchern auf Ihrer eigenen Website ähnlich geht, sollten Sie Kostenvideos drehen. Vor allem dann, wenn Sie stark individualisierte Leistungen anbieten und eher weniger standardisierte Produkte. Viele Unternehmen wehren sich dagegen, den Preis auf Ihrer Website anzugeben, weil es “immer darauf ankommt”. Total verständlich, da man oft nicht pauschal sagen, was etwas kostet und man niemanden vorschnell vergraulen möchte. Für genau diese Art von Unternehmen bieten Kostenvideos eine ausgezeichnete Möglichkeit, über den Preis zu sprechen. 

In dieser Art von Inbound Videos sagen Sie keinen auf zwei Kommastellen kalkulierten Preis. Viel mehr geben Sie eine Preisrange, damit man in etwa weiß, welche Kosten bei einer Zusammenarbeit auf einen zukommen könnten. Beispielsweise können Sie sagen, dass ein kleiner Retainer bei Ihnen ab XY € beginnt, der durchschnittliche Kunde in einem Wert von AB € einkauft, sie aber auch große Kunden mit monatlichen Kosten von CD € servicieren. Abschließend sollten Sie Ihre potenziellen Kunden daran erinnern, dass es natürlich immer darauf ankommt und Sie sehr gerne ein unverbindliches Angebot erstellen. Auf diese Art verraten Sie keine genauen Preise, geben Ihren potenziellen Kunden allerdings schon eine grobe Richtschnur, die oft maßgeblich darüber entscheidet, ob Ihr Unternehmen weiterhin Teil der Buyer’s Journey Ihres potenziellen Kunden ist.

6. "Behauptungen, die wir aufstellen" Videos

Bestimmt stellt Ihr Unternehmen gewisse Behauptungen auf. Beispiele hierfür könnten sein: “Unser Kundenservice ist immer für Sie im Einsatz”, “Wir sind einer der beliebtesten Arbeitgeber für junge Menschen”, oder “Wir sind die Experten, wenn es um XYZ geht”. Solche Behauptungen sind schön und gut, doch gleichermaßen auch abgedroschen.

Ist Ihr Kundenservice tatsächlich 24/7 im Einsatz? Arbeiten wirklich viele junge Menschen gerne in Ihrem Unternehmen? Sind Sie wahrhaftig die Experten schlechthin in Ihrem Bereich? Drehen Sie Videos, in denen Sie Ihre wichtigsten Behauptungen wie Hypothesen auf deren Richtigkeit prüfen. Zeigen Sie - um bei den vorhergehenden Beispielen zu bleiben - wie ein ganzer Tag in Ihrem Kundenservice aussieht, interviewen Sie Menschen unter 30 in Ihrem Unternehmen und zeigen Sie, warum diese genau bei Ihnen arbeiten möchten.

Solche Videos liefern nicht nur Beweise für Ihre Behauptungen, sondern unterstreichen Ihre Behauptungen auch noch. Versuchen Sie in der Produktion dieser Videos stets sympathisch, kompetent und beratend (keineswegs belehrend) bei Ihrem Publikum anzukommen.

7. Social Proof Videos

Die letzte Kategorie der wichtigen Inbound Marketing Videos stellen Social Proof Videos dar. Lassen Sie mich diese Kategorie mit einem Beispiel erklären. Vermutlich haben die meisten von Ihnen schon einmal bei Amazon gekauft. Sie suchen nach etwas, klicken auf eines der angezeigten Produkte und sehen sich die Informationen auf der Seite an. Lieferzeit, Versandkosten, etc. Das wichtigste Kriterium, das darüber entscheidet ob Sie etwas in den Warenkorb geben, sind die Kundenrezensionen. Erhält ein Produkt viele schlechte Rezensionen, ist es relativ schnell für Sie uninteressant und Sie suchen nach einer Alternative.

Social Proof Videos sind am Ende des Tages nichts anderes, als der Gedanke solcher Kundenrezensionen in Videos. Nutzen Sie für die Produktion solcher Videos ein Testimonial, oder zufriedene Kunden, die gerne bereit sind, über Ihre Erfahrungen mit Ihrem Produkt/Service zu sprechen. Diese Videos helfen Ihnen nicht nur dabei, potenzielle Kunden von Ihrem Angebot zu überzeugen, sondern drücken auch Wertschätzung gegenüber Ihren bestehenden Kunden aus. 

Fazit: Essentielle Videos im Inbound Marketing

In diesem Beitrag habe ich Ihnen 7 verschiedene Arten von Videos vorgestellt, die Sie in Ihrem Inbound Marketing einsetzen sollten. Einerseits weil Video ein sehr mächtiges Werkzeug im Kampf um die Aufmerksamkeit in der digitalen Kommunikation ist. Andererseits auch weil Sie Ihren potenziellen Kunden auf interaktive, Art und Weise  verschiedene Entscheidungshilfen entlang der Buyer’s Journey liefern, die zum gegenwärtigen Zeitgeist passen. 

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Lisa Panzenböck
Über Lisa Panzenböck

Reisebegeisterte Yogini mit einer Schwäche für gute Weine und kitschige Sonnenuntergänge. Digitale Medien sind ihr virtuelles zu Hause.