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Was kostet Inbound Marketing 2025 für B2B Unternehmen?

Inbound Marketing hat sich in den vergangenen zwei Jahren grundlegend verändert.

Während früher viele Maßnahmen auf organischen Traffic über Google ausgerichtet waren, müssen sich B2B-Marketer heute auf ein vollkommen neues Nutzerverhalten einstellen.

Antworten auf ihre Fragen erhalten potenzielle Kunden längst nicht mehr nur über klassische Suchmaschinen, sondern immer häufiger direkt über die KI-Suche oder in Social-Media-Feeds.

Der Klick auf einen Blogartikel oder die Anmeldung zu einem Newsletter geschieht also nicht mehr "automatisch", sondern muss gezielt vorbereitet und geführt werden.

Die Folge: Unternehmen brauchen heute mehr Content – für mehr Formate, auf mehr Kanälen, bei gleichbleibenden oder schrumpfenden Budgets.

Doch was bedeutet das für die Kosten? Was müssen B2B-Unternehmen investieren, um Inbound Marketing 2025 effizient und wirksam umzusetzen? Und welche Budgetposten sind heute wirklich entscheidend?

In diesem Beitrag geben wir einen realistischen Überblick auf Basis unserer eigenen Arbeitsweise sowie den Erfahrungen aus über 200 Kundenprojekten.

Wir empfehlen Ihnen dazu auch diese Folge unseres Podcasts "No leads, no fun":

KI verändert Inbound Marketing: mehr Content, mehr Prozesse – weniger Klicks

Das Grundprinzip von Inbound Marketing bleibt – trotz aller Veränderungen – weiterhin dasselbe:

Unternehmen veröffentlichen hilfreichen Content, der potenzielle Kunden anzieht. Diese konvertieren über Lead-Magnete (z. B. Whitepaper, Webinare oder Self-Service-Tools wie Kalkulatoren) zu Leads, durchlaufen automatisierte Nurturing-Strecken und werden im richtigen Moment an den Vertrieb übergeben.

Was sich jedoch verändert hat, ist der Ort der Informationssuche.

Die klassische Suche über Google, bei der Nutzer gezielt Fragen stellen und über einen Link auf eine Website gelangen, verliert an Bedeutung.

Viele Antworten erscheinen heute direkt in der Suchoberfläche, ohne dass ein Klick auf eine Website notwendig wird – sei es durch Google AI Overviews, Bing Copilot oder spezialisierte GPTs ("Zero-Click-Searches").

Für Unternehmen heißt das: Wer heute Leads generieren will, braucht deutlich mehr Content – und muss ihn auf mehr Plattformen ausspielen.

Andere Kanäle wie Podcasts, YouTube und LinkedIn im B2B-Bereich ziehen heute bereits mehr Aufmerksamkeit auf sich als Unternehmensblogs in der Vergangenheit.

Um auf allen Kanälen sichtbar zu sein, benötigen Sie deutlich mehr Content, wobei Video-Content zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Markus Sheridan, der Autor von "They Ask, You Answer" (in der Neuauflage seit Arpil 2025 heißt das Buch "Endless Customers") schätzt, dass selbst kleinere B2B-Unternehmen heute mindestens 150 Content-Stücke pro Jahr produzieren müssen, um mit Inbound Marketing erfolgreich zu sein.

Gleichzeitig stehen Marketingabteilungen unter hohem Effizienzdruck, insbesondere im B2B, wo Marketingteams häufig nur aus wenigen Personen bestehen.

Sollten B2B Unternehmen Content intern produzieren oder auslagern?

150 Content-Stücke oder mehr Content-Stücke pro Jahr durch Freelancer oder eine externe Agentur produzieren zu lassen, können sich selbst große B2B-Unternehmen selten leisten.

2025 kostet etwa ein guter Blogartikel unserer Erfahrung nach bis zu 900,– €.

Die Kosten für Social-Media-Marketing bzw. Content liegen pro Monat zwischen 300,– und 1.000,– €, je nach Intensität. 

Dazu kommen andere Content-Formate, insbesondere Video-Content. Die Kosten hierfür können schnell bei mehreren Tausend Euro pro Monat liegen.

Diese Content-Kosten würden alleine bei den meisten B2B-Unternehmen das Marketingbudget komplett oder zumindest zu einem Großteil auffressen.

In der Realität wird ein Großteil des Marketingbudgets in B2B-Unternehmen auch weiterhin für Messeaktivitäten eingesetzt. Andere Marketingmaßnahmen haben sich diesem Kostenpunkt unterzuordnen.

Drei Hebel für mehr Effizienz und geringere Kosten: KI verändert nicht den Content – sondern den Prozess

Um trotz dieser Entwicklung effizient zu arbeiten, setzen immer mehr Unternehmen und auch wir bei takeoff auf Künstliche Intelligenz.

Nicht primär, um Inhalte automatisch zu generieren, sondern um strategische, redaktionelle und vertriebliche Prozesse zu beschleunigen.

Drei konkrete Hebel haben sich dabei für uns bisher als besonders wirkungsvoll erwiesen:

  1. Content-Strategie automatisieren:
    Eine KI kann auf Basis von Kundeninterviews, Buyer-Personas und Wettbewerbsdaten innerhalb von Minuten eine fundierte Content-Strategie erstellen – ein Prozess, der früher mehrere Wochen in Anspruch nahm. Wir selbst setzen dabei auf einen eigenen Custom GPT, der die wichtigsten Erkenntnisse strukturiert aufbereitet und so einen sauberen Startpunkt für Inbound-Kampagnen liefert.

  2. Content Repurposing skalieren:
    Statt für jeden Kanal eigenen Content zu produzieren, lohnt sich der umgekehrte Weg: Ein einziges großes Content-Stück, etwa ein Webinar oder eine Case Study, wird von der KI in bis zu 30 kleinere Formate übersetzt – z. B. LinkedIn-Beiträge, Landing Pages oder Blogartikel.

  3. Leadgenerierung smarter steuern:
    Tools zur automatisierten Lead-Qualifizierung erfassen Signale, die auf Kaufinteresse hinweisen. So lassen sich Kontakte priorisieren und personalisiert ansprechen – ohne dass man jeden Lead manuell bewerten muss.

Diese drei Ansätze machen es unserer Erfahrung nach möglich, auch mit kleinen B2B-Marketing-Teams mit Inbound Marketing Leads zu generieren – und die Ressourcen dort zu bündeln, wo sie am meisten Wirkung entfalten.

Die wichtigsten Kostenblöcke im Inbound Marketing 2025

Trotz aller Automatisierung bleibt Inbound Marketing kein Selbstläufer.

Wer relevante Ergebnisse erzielen will, muss unserer Erfahrung nach mit diesen Kostenblöcken rechnen:

1. Personalkosten: Content Manager bleibt Schlüsselrolle

Der wichtigste Kostenpunkt bleibt nach wie vor das Personal – genauer gesagt: der Content Manager. Diese Person verantwortet die Content-Strategie, erstellt Inhalte, koordiniert Kampagnen und nutzt Tools, um Prozesse zu automatisieren.

Auch wenn KI viele Aufgaben erleichtert, ersetzt sie nicht die redaktionelle Verantwortung. Ein guter Content Manager kennt Zielgruppen, spricht die Sprache des Vertriebs – und kann sowohl mit Texten als auch mit Videos umgehen.

Was kostet ein Content Manager für Ihr Inbound Marketing?

Die durchschnittlichen Personalkosten für einen Senior Content Manager mit bis zu zehn Jahren Berufserfahrung liegen aktuell bei rund 60.000 Euro pro Jahr (inkl. Lohnnebenkosten).

Diese Angaben zu den Gehaltsinformationen für Content-Manager in Österreich und Deutschland stammen aus aktuellen Jobangeboten (Stand Juli 2025) auf Plattformen wie StepStone, karriere.at und LinkedIn.

Hinzu kommen bei größeren Teams ggf. weitere Rollen, etwa ein Videograf, ein Automation-Spezialist oder ein Sales Development Representative (SDR).

2. Kosten für Tools und Technologie: Rund 1.800 Euro pro Monat

Neben dem Personal verschlingt vor allem die Marketingtechnologie einen wesentlichen Teil des Budgets.

Die wichtigsten Tools in unserem eigenen Stack (aufgerundet, einige Tools haben wir schon seit Jahren und dadurch "Legacy"-Preise) sind:

  • HubSpot Marketing & Sales Professional: 1.200,– €/Monat

  • Videoproduktion (Riverside + Descript): 50,– €/Monat

  • LinkedIn Sales Navigator + Aware: 140,– €/Monat

  • Zoom Meetings/Webinare (mehrere Nutzer): 150,– €/Monat

  • Apollo (Datenbank): 50,– €/Monat

  • Design & Kollaboration (Canva, Miro): 60,– €/Monat

  • SEO-Analyse (Ahrefs): 90,– €/Monat

  • ChatGPT (Team-Version): 80,– €/Monat

In Summe ergibt das rund 1.800,– € monatlich.

Wer sparsam einsteigt und z. B. mit HubSpot Starter beginnt, kann auch mit deutlich weniger starten – doch auf mittlere Sicht ist ein professioneller Stack fast immer lohnenswert.

3. Paid Advertising: ein optionaler, aber wirkungsvoller Hebel

Nicht alle Unternehmen müssen zwingend in Paid Ads investieren – insbesondere dann nicht, wenn der Kundenwert hoch ist und monatlich nur wenige Abschlüsse erforderlich sind.

Wer allerdings kontinuierlich mehr Leads oder schnellere Ergebnisse erzielen möchte, kommt an Performance-Kampagnen kaum vorbei.

Die typischen Kosten für erfolgreiche B2B-Kampagnen im DACH-Raum liegen bei rund 5.000,– €, aufgeteilt in ca. 3.000,– € für Media (Google, LinkedIn etc.) und 2.000,– € für die Betreuung durch eine Agentur.

4. Weitere Kosten: Website, Schulung, Agentur-Set-up

Zu den unregelmäßigen, aber einkalkulierbaren Ausgaben gehören Website-Optimierungen (jährlich bzw. häufig alle zwei Jahre im Durchschnitt ca. 10.000,– €) und Weiterbildungskosten (z. B. Skool, HubSpot Academy, Konferenzen) – mit ca. 2.000–3.000,– € jährlich gut angesetzt.

Darüber hinaus sollten Unternehmen, die Inbound Marketing neu aufbauen oder restrukturieren, ein Budget für eine externe Enablement-Agentur einplanen.

Unsere eigene Begleitung startet beispielsweise bei rund 4.320,– €/Monat für 6 bis 12 Monate – Ziel ist hier immer: eigenständige Umsetzung durch das interne Team nach der Anfangsphase.

Andere Agenturen verlangen für vergleichbare Leistungen zwischen 3.000,– € und 6.000,– € pro Monat.

Gesamtkosten im Überblick: zwischen 10.000 und 15.000 Euro pro Monat

Je nach Set-up ergibt sich folgende Budgetspanne:

  • ca. 5.000,– € für Personal (ein Content Manager)

  • ca. 1.800,– € für Tools

  • ca. 3.000,– € für zusätzliche Maßnahmen (Schulung, Website, Set-up, Agentur)

  • + 5.000,– € für Paid Ads (optional)

=> Gesamtkosten pro Monat: zwischen 10.000,– € und 15.000,– €

Diese Summe erscheint hoch – doch sie entspricht der Realität in B2B-Unternehmen, die Inbound Marketing als strategischen Kanal etabliert haben. Auch sind in diesen Kosten bereits die Personalkosten für einen Content Manager mit einkalkuliert.

Und was bringt das? Return on Investment im Inbound-Marketing

Die gute Nachricht: Inbound Marketing lässt sich heute deutlich besser messen als früher. Moderne Tools ermöglichen eine lückenlose Erfassung der Customer Journey – von der ersten Interaktion bis zum Abschluss.

Der entscheidende KPI ist das Verhältnis von Customer Acquisition Cost (CAC) zu Customer Lifetime Value (CLV).

Controller empfehlen hier ein Verhältnis von 1:5 – das heißt: Für jeden Euro, den ein Unternehmen in Marketing und Vertrieb investiert, sollten mindestens fünf Euro Deckungsbeitrag über die Laufzeit des Kunden zurückfließen.

Wer seine Kampagnen sauber strukturiert und regelmäßig optimiert, kann dieses Ziel mit Inbound Marketing erreichen – oft schneller als mit reinem Outbound Marketing oder Messesauftritten.

Fazit: Inbound-Marketing lohnt sich – wenn Struktur und Fokus stimmen

Inbound-Marketing ist kein Selbstläufer – aber auch kein Luxusprojekt.

Wer bereit ist, rund € 10.000 bis € 15.000 pro Monat zu investieren, kann eine langfristig funktionierende Leadmaschine aufbauen – insbesondere dann, wenn ein starkes internes Team, ein klarer Prozess und ein gut durchdachter Technologie-Stack vorhanden sind.

Mit der richtigen Strategie, KI-gestützter Umsetzung und klarem Fokus auf relevante Zielgruppen amortisieren sich diese Kosten schnell – und schaffen gleichzeitig ein Fundament für Markenaufbau, Thought Leadership und nachhaltiges Wachstum.

Martin Bredl

Über Martin Bredl

Martin Bredl ist Gründer und Partner der takeoff Inbound Marketing Agentur. Davor war er Vice President Corporate Communications von Telekom Austria. Martins Vision ist es, vielen B2B-Unternehmen zu helfen, den Inbound-Marketing-Prozess zu implementieren und so eine dauerhafte Sales-Pipeline zu etablieren. Martin und sein Team trainieren und coachen Kunden so lange, bis sie Inbound Marketing selbstständig ohne eine Agentur umsetzen können.