false
Skip to content

Sie haben Fragen?

30-minütiges
Expertengespräch
Expertengespräch vereinbaren

E-Mail Marketing im Inbound: Strategien, Vorteile und Tipps für B2B-Unternehmen

Wer 2025 im B2B-Marketing wachsen will, braucht Kanäle, die verlässlich Ergebnisse liefern – unabhängig von schwankenden Social-Media-Reichweiten oder sich ständig ändernden Google-Algorithmen.

E-Mail ist genau dieser Kanal: persönlich, relevant und messbar.

Im Inbound Marketing bedeutet E-Mail keinen Massenversand, sondern den strategischen Faden, der alle Content-, Lead-Nurturing- und Kundenbindungsmaßnahmen verbindet.

Richtig eingesetzt, bringt sie neue Leads ins System, begleitet Interessenten durch jede Phase der Buyer’s Journey und sorgt dafür, dass Kunden bleiben – und wieder kaufen.

In diesem Artikel zeigen wir Ihnen:

  • Welche E-Mail-Formate Ihre Inbound-Strategie 2025 wirklich braucht
  • Wie Sie Inhalte gezielt personalisieren und zur richtigen Zeit ausspielen
  • Was aktuell am besten funktioniert, um Klicks, Conversions und Kundenbindung zu steigern

Wobei helfen E-Mails im Inbound Marketing?

Richtig eingesetzt, liefern E-Mails genau das, was Inbound Marketing verspricht:

Zur richtigen Zeit die richtigen Inhalte an die richtigen Personen.

Sie helfen dabei:

  • Leads zu gewinnen: Über Lead-Magnete wie Whitepaper, Checklisten, Webinare oder interaktive Quizze sammeln Sie qualifizierte Adressen – und mit gezielten Fragen bereits wertvolle Daten für die Segmentierung.
  • Leads zu entwickeln: Passende Inhalte für jede Phase der Buyer’s Journey: vom erklärenden Blogartikel (Awareness) bis zum Produktvergleich oder Demo (Decision).
  • Kaufentscheidungen zu beschleunigen: Mit Social Proof, klaren Angeboten, limitierten Aktionen oder exklusiven Einblicken.
  • Kunden zu binden: Service-Tipps, Produkt-Updates oder Einladungen zu Events machen aus Käufern Wiederkäufer.
  • Inaktive Kontakte zu reaktivieren: Spezielle Re-Engagement-Kampagnen holen Empfänger zurück, bevor sie endgültig abspringen.

Welche E-Mails braucht eine Inbound-Strategie?

Eine starke Inbound-E-Mail-Strategie funktioniert wie ein roter Faden: Jeder Kontaktpunkt ist aufeinander abgestimmt, jede E-Mail hat einen klaren Zweck und bringt den Empfänger näher an die nächste Stufe der Buyer’s Journey.

2025 gilt mehr denn je: Relevanz schlägt Frequenz.

Lieber weniger, aber gezieltere E-Mails – mit Inhalten, die sich anfühlen wie für den Empfänger persönlich geschrieben.

Hier sind die Kernformate, die unserer Erfahrung nach 2025 in keiner Inbound-Marketing-Strategie fehlen sollten:

1. Willkommensserie

Ziel: Sofort Vertrauen aufbauen und den Grundstein für eine Beziehung legen.

  • Dankeschön für die Anmeldung – personalisiert mit Name und Kontext (z. B. "Danke, dass Sie unseren Leitfaden zum Thema X heruntergeladen haben").
  • Kurze Story: Warum es Ihr Unternehmen gibt und wofür Sie stehen.
  • Einladung zu einem nächsten Schritt, z. B. persönliches Onboarding-Video, Social-Media-Community oder ein interaktives Quiz.

2. Lead-Nurturing-Sequenzen

Ziel: Interessenten mit relevanten Inhalten im Lead Nurturing weiterentwickeln – abgestimmt auf Persona, Phase und Lead Score.

  • Awareness: Kurze, snackable Inhalte mit Links zu Blog, Video oder Podcast.
  • Consideration: Deep-Dive-Formate wie Webinare, Fallstudien, Vergleichs-Guides.
  • Decision: Kostenlose Testphase, persönliche Beratung, exklusive Rabattaktionen.
  • Dynamischer Inhalt (Smart Content), der sich automatisch an Interessen und Klickverhalten anpasst.
    • Beispiel: Klickt ein Kontakt in einer E-Mail auf einen bestimmten Produktschwerpunkt, erhält er in der nächsten Mail vertiefende Informationen genau dazu. Mit HubSpot etwa lassen sich solche Smart-Content-Regeln sehr einfach anlegen und verwalten.

3. Trigger-Mails

Ziel: Die Energie eines aktuellen Nutzerverhaltens nutzen, um den nächsten Schritt anzustoßen.

  • Abandoned-Cart-Mails mit persönlichem Betreff und Bild des Produkts.
  • Follow-up nach Webinar-Teilnahme mit Link zur Aufzeichnung und ergänzenden Ressourcen.
  • Content-Empfehlungen nach z. B. Whitepaper-Download – abgestimmt auf das Thema.

Tipp: Reaktionszeit maximal 24 Stunden. Je näher an der Aktion, desto höher die Conversion-Chancen.

4. Newsletter mit echtem Mehrwert

Ziel: Regelmäßig im Posteingang präsent sein ("Top of Inbox") – als Ratgeber, nicht als Werbetafel.

  • Branchen-Trends, kurze Expertentipps, inspirierende Erfolgsgeschichten.
  • Cross-Promotion: Blogartikel, Podcast-Folgen, Videos.
  • Interaktive Elemente: Mini-Umfragen oder Polls, um Feedback zu sammeln und Daten zu gewinnen.
    • Beispiel: Am Ende des Newsletters eine 1-Klick-Umfrage ("Welches Thema soll im nächsten Webinar behandelt werden?").

5. Re-Engagement-Kampagnen

Ziel: Inaktive Abonnenten zurück ins Boot holen, bevor sie verloren sind.

  • Persönliche Ansprache: "Wir haben Sie vermisst" statt Standard-Betreff.
  • Angebot eines exklusiven Bonus-Inhalts oder Rabatts.
  • Kurze Feedback-Umfrage ("Was hat Ihnen gefehlt?").

Tipp: Segmentieren Sie nach Inaktivitätsdauer und setzen Sie einen klaren, limitierten Aktionszeitraum.

Was muss man dabei beachten?

Damit E-Mails im Inbound Marketing 2025 nicht nur geöffnet, sondern auch geklickt und in Aktionen umgewandelt werden, braucht es mehr als schöne Vorlagen. 

Unserer Erfahrung nach kommt es dabei auf fünf Basisprinzipien an:

1. Segmentieren statt streuen

"Alle bekommen alles" ist der sichere Weg in die Abmelde-Hölle.

Erfolgreiche E-Mails werden nach Buyer Persona, Lifecycle Stage und Lead-Score ausgespielt.

  • Buyer Persona: Ein CFO interessiert sich für ROI-Case Studies, ein Marketing-Manager für Kampagnenideen.
  • Lifecycle Stage:
    • Awareness: Blogartikel oder Whitepaper zur Problemlösung
    • Consideration: Vergleichstabellen, Webinare
    • Decision: Angebote, Demos, Testimonials
  • Lead-Score: Kontakte mit hohem Lead Score erhalten gezieltere, verkaufsnahe Inhalte.

Praxisbeispiel: Ein SaaS-Anbieter könnte seine Liste in "Erstinteressenten", "aktive Testnutzer" und "Bestandskunden" segmentieren. Jeder bekommt eigene E-Mail-Serien – von Produkt-How-tos bis zu Upselling-Angeboten.

2. Personalisieren – aber mit Maß

"Hallo [Vorname]" ist nur der Anfang. Personalisierung heißt 2025: Inhalte, Angebote und Versandzeitpunkte am Verhalten ausrichten.

  • Klickt jemand auf ein bestimmtes Feature im Newsletter? → Follow-up-E-Mail mit vertiefendem Use Case.
  • Besucht ein Kunde wiederholt eine Produktseite? → Einladung zu einer Live-Demo.

Praxisbeispiel: Ein E-Learning-Anbieter könnte nach Abschluss eines Online-Kurses automatisch eine E-Mail mit Empfehlungen zu weiterführenden Kursen verschicken – basierend auf den bisherigen Lerninhalten.

3. Automatisieren für Effizienz und Relevanz

Automatisierung spart nicht nur Zeit, sondern trifft den Empfänger im richtigen Moment.

  • Drip-Kampagnen: "Schritt-für-Schritt-E-Mail-Reihen", die vom Erstkontakt bis zur Kaufentscheidung führen.
  • Event-Follow-ups: Danke-Mail nach einem Webinar plus Link zur Aufzeichnung und ergänzendem Content.
  • Abandoned-Cart-Mails: Erinnerung + Incentive (Rabatt, Bonus-Inhalt).

Praxisbeispiel: Ein B2B-Softwareunternehmen könnte 24 Stunden nach einem Webinar automatisch eine E-Mail mit "3 Quick Wins" verschicken, die direkt im Tool umsetzbar sind – inkl. Call-to-Action zur Testphase.

4. Mobile First & Accessibility

Auch B2B-Kunden lesen Ihre E-Mails auf ihren Smartphones – oft zwischen Terminen oder unterwegs.

  • Klare Struktur: Überschriften, kurze Absätze, viel Weißraum.
  • Große Klickflächen: Buttons mit genügend Abstand.
  • Barrierefreiheit: Alt-Texte, hoher Farbkontrast, lesefreundliche Schriftgrößen.

5. Messen, testen, optimieren

E-Mail-Marketing ist kein "Einmal einstellen, immer gut"-Kanal.

  • A/B-Tests: Nicht nur Betreffzeilen, auch CTAs, Content-Längen und Versandzeiten prüfen.
  • KPIs im Blick: Öffnungsrate, Klickrate, Conversion-Rate, Abmelderate.
  • Ganzheitliche Analyse: Durch die Integration in eine Customer Data Platform (CDP) werden Ihre E-Mail-Daten nicht isoliert betrachtet, sondern mit Website-Interaktionen, Social-Media-Engagement und CRM-Informationen verknüpft. Das Ergebnis:
    • Präzisere Segmentierung (z. B. nur Leads ansprechen, die Whitepaper A heruntergeladen und in den vergangenen 14 Tagen ein Webinar besucht haben)
    • Automatisierte Multi-Channel-Sequenzen (z. B. E-Mail + Retargeting-Ads + LinkedIn-Nachricht)
    • Relevanz in Echtzeit – Inhalte passen sich an, sobald sich das Verhalten oder der Lead-Status ändert.

6. Feedback-Integration für bessere Journeys

Nutzen Sie Support- und Feedbackdaten, um Ihre E-Mail-Flows noch gezielter auszuspielen.

Beispiel: Nach jedem Supportkontakt werden Kunden im CRM als "Happy", "Neutral" oder "Unhappy" markiert. Diese Segmente synchronisieren sich automatisch mit Ihrem E-Mail-Tool.

  • Unhappy: Persönliche Entschuldigungsmail + Lösungsvorschlag
  • Neutral: Gezielte Vertrauensaufbau-Inhalte, z. B. neue Servicefeatures
  • Happy: Einladung zu Bewertungen oder Empfehlungsprogrammen

So wird aus einer simplen Feedbackfrage ein mächtiger Hebel für Retention und Upselling (siehe auch das Beispiel, welches in diesem LinkedIn-Post beschrieben wird).

Was funktioniert 2025 im E-Mail-Marketing besonders gut?

Im Inbound-Marketing kristallisiert sich bei vielen unserer Projekte immer wieder heraus:

E-Mails müssen wie ein Gespräch wirken – relevant, personalisiert und eingebettet in die Gesamtstrategie.

Technologie ermöglicht mehr Personalisierung als je zuvor, aber nur, wenn sie mit echtem Mehrwert kombiniert wird.

Diese fünf Ansätze liefern aktuell die besten Ergebnisse:

1. Smart Content, dynamische Elemente & interaktive Formate

Statt statischer Inhalte sehen Empfänger exakt das, was zu ihrem Profil und Verhalten passt.

  • Klickt jemand regelmäßig auf Produkt-Updates? → Er bekommt im Newsletter automatisch mehr Feature-News. Hat ein Lead in letzter Zeit ein bestimmtes Whitepaper geladen? → Die nächste E-Mail schlägt vertiefende Ressourcen dazu vor.
    • HubSpot, Salesforce & Co. bieten dynamische Module, die sich in Echtzeit anpassen – sogar Betreffzeilen lassen sich so personalisieren.
  • Mini-Umfragen, Quizze, Polls oder Slider binden Empfänger aktiv ein und liefern gleichzeitig wertvolle Insights:
    • Direkt im Newsletter fragen: "Welches Thema sollen wir im nächsten Webinar behandeln?"
    • Produktfinder-Quiz, dessen Ergebnis passgenaues Content-Material triggert.

2. Cross-Promotion: Die E-Mail als Content-Hub

E-Mails sind die Schaltzentrale, um die eigenen Inhalte zu verbinden und Reichweite zu multiplizieren.

  • Blogartikel, Social-Media-Posts, Podcasts und Videos miteinander verlinken.
  • Thematische Serien aufbauen, die den Leser durch verschiedene Kanäle führen.

Beispiel: Ein wöchentlicher Newsletter, der einen Fachartikel, einen passenden Podcast-Ausschnitt und ein kurzes Video-Statement bündelt – alles unter einem Hauptthema.

4. Demand-Generation-Newsletter – Thought Leadership in Serie

Anstatt nur Produktnews zu versenden, setzen B2B-Unternehmen auch auf Meinungsbeiträge, Trendanalysen und Branchen-Insights.

  • Positionieren Sie sich als Vordenker, nicht nur als Anbieter.
  • Kombinieren Sie eigene Standpunkte mit kuratierten Branchennews.
  • Das Ziel: In den Köpfen Ihrer Zielgruppe als erste Anlaufstelle für Expertise verankert sein – noch bevor ein konkreter Kaufwunsch entsteht.
  • Tägliche Massenversände sind im B2B allerdings kontraproduktiv.
    • Weniger, gezieltere E-Mails erzielen höhere Öffnungs- und Klickraten.
    • Jeder Versand sollte klaren Mehrwert und ein definiertes Ziel haben.

Praxisbeispiel: Der Sixtrix-Newsletter ist mit Abstand einer der bestkuratiertesten Branchennewsletter für uns. Er liefert regelmäßig aktuelle SEO-Insights, Datenanalysen, Tool-Neuheiten und Veranstaltungshinweise – u. a. im Monatsrückblick, TrendWatch oder als Livestream-Reminder. Abonnenten erhalten so kompaktes, praxisnahes Wissen und relevante Updates direkt ins Postfach.

Fazit: E-Mails im Inbound Marketing können Ihr nächster Umsatztreiber sein

2025 ist E-Mail-Marketing im Inbound Marketing nicht nur ein Kanal – es ist der Taktgeber Ihrer gesamten Lead- und Kundenkommunikation.

Es bringt frische Leads ins System, entwickelt sie mit relevanten Inhalten weiter, beschleunigt Entscheidungen und hält Kunden langfristig an Ihre Marke gebunden.

Der Vorteil gegenüber anderen Kanälen:

  • Direkter Draht – Sie landen garantiert im Postfach Ihrer Zielgruppe.
  • Volle Kontrolle – über Inhalte, Timing und Ansprache.
  • Messbare Wirkung – jeder Klick, jede Conversion ist nachvollziehbar.

Wer E-Mail im Inbound Marketing strategisch einsetzt, baut keine lose Folge einzelner Kampagnen, sondern einen roten Faden, der jede Phase der Customer Journey verbindet – von der ersten Aufmerksamkeit bis zur Markenloyalität.

Unsere Empfehlung: Analysieren und optimieren Sie Ihre aktuellen E-Mail-Flows!

  • Sind alle relevanten Phasen der Customer Journey abgedeckt?
  • Gibt es klare Übergänge zwischen Awareness, Consideration, Decision und Retention?
  • Nutzen Sie Segmentierung, Personalisierung und Automatisierung, um die Relevanz zu maximieren?

Ihre Conversion Rates und Ihr Vertrieb werden es Ihnen danken!

Patrick Burmeier

Über Patrick Burmeier

Patrick Burmeier ist Inbound Marketing Consultant bei takeoff und der erste deutschsprachige "They Ask, You Answer" Coach. Er hilft hauptsächlich B2B-Unternehmen aus verschiedenen Industrie- und Technologiebereichen, eine Inbound-Marketing-Strategie zu entwickeln und diese umzusetzen. Dazu coacht und trainiert er Marketing- und Salesteams mit dem Ziel, interne Expertise und Ressourcen aufzubauen. Sein Fokus liegt dabei auf der Erstellung und dem Einsatz von wirklich gutem B2B-Content in Unternehmen. Patrick liebt und lebt (in) Budapest. Er mag Google (wenn es macht, was er möchte) und schöne Websites. Patrick hat noch gelernt, dass man Journalisten anrufen muss, um der Welt tolle Geschichten präsentieren zu können – und veröffentlicht sie heute im Netz einfach selbst. #TheyAskYouAnswer #InboundMarketing #ContentStrategie #SEO