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Blogpost schreiben in 2 Stunden. Ein Echtzeit-Test!

Von Martin Bredl / März 20, 2013

Blogpost schreiben

 

Es ist jetzt 11:15 Uhr. Mein Ziel ist es um 13:15 Uhr einen guten Blogpost mit einem neuen Call to Action, einer neuen Landing Page und einem neuen Download zu veröffentlichen. Wie geht das? Zuerst hole ich mir einen Kaffee. Viele Untersuchungen zeigen, dass die größte Herausforderung im Content Marketing darin besteht regelmäßig guten Content zu produzieren. Dieser Echtzeit-Test soll auch einen Anleitung sein, wie Sie einen Blogpost in 2 Stunden schaffen können.

1. Quellen für guten Content

Das Zauberwort für das Schreiben von guten Blogs lautet: Content Curation. Content Curation bedeutet, wie das Wort schon sagt, dass wir Content aus vorhandenen Quellen schöpfen. Ich schöpfe laufend jeden Tag die Themen, die mich interessieren ohne dass ich spezielle Zeiten dafür reserviert habe. Ich nutze Netvibes als RSS Reader und es interessiert mich mindestens einmal am Tag, was es da Neues gibt. Also klicke ich mich bei Netvibes hinein, surfe herum und meistens twittere ich auch dann gleich von dem was ich da lese. Content Curation bedeutet aber nicht kopieren. Wir schaffen durch das Überarbeiten, Querdenken, Kommentieren, Hinterfragen und Zusammenfassen einen Mehrwert für die Leser.

Meine wichtigsten Quellen:

Das sind meine wichtigsten Quellen. Da ich sehr neugierig bin, folge ich noch vielen anderen. Über Netvibes beobachte ich sicher insgesamt 100 Blogs. Aber wenn ich müsste, würde ich mit den hier aufgelisteten Quellen auskommen. Hier ist ein Link zu einer öffentlichen Seite von Netvibes mit noch mehr erstklassigen Quellen. Übrigens: Richten Sie sich Netvibes selbst ein!

2. Die Headline für den Blogpost

Dharmesh Shah, Founder und CTO von HubSpot sagt: „Verwende die halbe Zeit mit dem Schreiben des Blogposts und die andere halbe Zeit mit dem Optimieren der Headline.“ Kurz gesagt, beim Blog schreiben ist die Headline sehr, sehr wichtig. Der Titel ist das Erste, das Internet Surfer und Leser sehen. Er entscheidet, ob jemand weiter liest. Mit der Headline geben Sie auch ein Versprechen ab, dass Sie im Beitrag erfüllen sollten. Der Moment of Proof für den Leser eines Blogbeitrages, besteht darin, wenn das Versprechen der Headline erfüllt wurde. Die Headline muss auch das Keyword enthalten, mit dem dieser Beitrag auf Google oder einer anderen Suchmaschine gefunden wird.

Das sollte eine gute Headline ausmachen:

  • einmalig sein
  • auffordernd sein
  • hilfreich sein
  • spezifisch sein

Leseempfehlung: 10 geheime Blogtitel, die immer funktionieren

3. Der Inhalt

Beim Schreiben eines Blogposts achten Sie auf die Länge. Gute Blogs haben eine Länge von ca. 400 bis 900 Wörter. Der Inhalt muss Ihrer Content Strategie folgen. Jede Content Strategie muss die Frage stellen: Wie können wir Probleme unserer User lösen?

Der Kern unserer Content Strategie lautet: Wir produzieren Inhalte für Marketing Professionals und CEO, damit diese erfolgreicher sind. Damit wird alles einfach. Wir haben nicht den Anspruch super unterhaltend zu sein, aber wir wollen hilfreich sein. Dabei sehe ich folgende Kategorien:

  • 'How to' Inhalte. Wie mache ich es richtig. Best Practice. Genauso ist dieser Blogpost gedacht. Ich gebe eine kleine Hilfestellung für alle, die noch nicht viel Erfahrung mit Blog schreiben haben.
  • Orientierung. Unsere Branche verändert sich so rasch, da kann es für Brancheninsider interessant sein, Aktuelles über die neuesten Trends und Veränderungen zu erfahren.
  • Science: Was tut sich in der Wissenschaft? Wir erweitern gerne unser eigenes Wissen und schreiben daher auch gerne über neue Erkenntnisse und Studien.
  • Über uns: Da halten wir uns zurück. Wir schreiben fast nur über uns, wenn andere dabei etwas lernen können.

Blogbeiträge Aufbau:

Blogs sind wie gute Artikel geschrieben. Es gibt eine Einleitung, wichtig ist eine Gliederung, Zwischenüberschriften, genügend Weißraum, Zitate, Fettdruck, Punktationen.

4. Ein Bild sagt mehr als 100 Worte

Wir verwenden immer ein Bild. Aber von wo her? Am Anfang unserer Bloggerzeiten haben wir uns immer abgemüht ein passendes Bild zu finden und dann noch die Urheberrechte zu sichern. Bis uns unser guter Freund David Meerman Scott auf Photopin aufmerksam gemacht hat. Jetzt sind wir entspannt. Auf Photpin finden wir immer passende Bilder und das kostenlos. Wir achten den Urheberschutz und geben auch immer brav am Ende des Blogs den Code ein. Es ist so einfach.

Inzwischen haben wir diesen Blog über freie Bilder geschrieben, hier finden sie noch mehr kostenlose Quellen.

In 5 Schritten zum erfolgreichen Business Blog

5. Noch nicht fertig

Der Text für diesen Blog ist eigentlich fast fertig. In ca. 700 Wörtern habe ich erklärt, wie ich gute Blogposts schreibe. Jeder Content braucht den nächsten Schritt zu einer Interaktion. Daher habe ich überlegt, dass ich den Lesern dieses Beitrags über einen Call To Action und über eine Landingpage ein Ebook zum Thema Bloggen anbiete.

Call To Action und die dazugehörige Landingpage mache ich auf HubSpot. Hubspot ist die Marketing Software, die wir verwenden und wir sind davon begeistert. Ich habe ja noch 1 Stunde Zeit, es ist jetzt ca. 12:15 Uhr. Also für diesen Text inkl. Kaffee holen, etwas überlegen, wie ich die Geschichte anpacke und inkl. Bild und Links einfügen, habe ich ca. 1 Stunde gebraucht. 

6. Call to Action, Landingpage und Download

Mit Hubspot ist das Erstellen eines Call to Action (CTA) und einer Landingpage kinderleicht. Ich gehe in das Menü Content, hole mit eine bereits vorhandene Landingpage und editiere diese zu einer Neuen. Der Editor ist super, da ich jede Änderung in einem Vorschaufenster sofort live sehe. Mehr über Landingpages haben wir in diesem Beitrag geschrieben.

Zum Schluss mache ich den Call to Action. Auch da editiere ich in HubSpot einen Vorhandenen CTA zu einem Neuen CTA und füge den Link der Landingpage ein. Voilà Fertig! Hier ist ein Beitrag über perfekte Call to Actions.

Geschafft, es ist 13:15 Uhr! Call to Action fertig, Landingpage fertig, Thank you Page fertig, alles fertig, ich teste noch einmal alles und drücke den "Veröffentlichen" Button!

 

 

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Martin Bredl
Über Martin Bredl

Pionier im Inbound Marketing mit viel Erfahrung im Bereich Marketing Automation. Ist auch als Lektor am FH Joanneum tätig. Träumt von einer Farm in Afrika.