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Wie sollte Ihre Homepage aufgebaut sein? [10 Tipps]

Von Stefanie Kargl / Oktober 24, 2019
takeoff-10 Inhalte die auf Ihrer Homepage sein müssen

Warum ist der Inhalt Ihrer Startseite bzw. Homepage so wichtig? Menschen sind ungeduldig. Wir bewegen uns mit Höchstgeschwindigkeit durch das Internet und bleiben gerade einmal stehen, wenn wir etwas Relevantes entdecken. Beziehungsweise verlassen Pages oft schon nach einer Sekunde, weil sie nicht das vorfinden, was wir zuvor erwartet haben. 

Es ist schließlich nicht nur wichtig, dass Sie Usern auf Ihrer Website Inhalte bereitstellen, die sie gerne vorfinden möchten. Mindestens genauso wichtig ist, dass Sie auf den ersten Blick erkennen, worum es auf Ihrer Homepage geht und ob sie hier finden werden, wonach sie suchen.

Die wichtigste Aufgabe der Startseite ist der 2. Klick. Daher müssen Sie überlegen, was Sie alles auf der Startseite anteasern, um möglichst vielen Usern einen Grund für den 2. Klick zu geben. In diesem Beitrag präsentieren wir, wie Sie Ihre Startseite aufbauen sollten und welche 10 Dinge auf der Homepage nicht fehlen dürfen. 

Denn wie sagte Harlan Hogan so schön:

„You never get a second chance to make a first impression“ (Harlan Hogan)

1. Positioning Statement 

Was möchten Sie mit Ihrem Unternehmen im Leben Ihrer potenziellen Kunden verbessern? Und: Was ist die eine Sache, die Sie besser machen, als alle anderen Unternehmen Ihrer Branche? Dieses Credo sollte plakativ auf Ihrer Startseite zu sehen sein. Versuchen Sie, sich in der Formulierung möglichst präzise zu halten, damit Menschen ein klares Bild dessen bekommen, wofür Sie stehen und wobei Sie Ihnen besser alle anderen helfen können. 

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2. Untertitel

Um Ihr Positioning Statement ein wenig genauer zu erklären, sollten Sie sich eines Untertitels bedienen. Haben Sie beim Verfassen Ihres Untertitels Ihre Buyer Personas vor Augen und versetzen Sie sich in ihre Lage. Was ist für sie von größtem Interesse und wie können Sie sie abholen? Stellen Sie Ihre Kunden und potenziellen Kunden dabei in den Vordergrund und achten Sie darauf, dass Ihre Formulierungen für sie ansprechend sind. User fragen sich schließlich ständig: Was habe ich davon? Wie löst das mein Problem? Nur wenn Sie Ihnen eine Aussicht auf etwas Relevantes bieten, bleiben sie. Haben Sie eine bestimmte Nische? Dann erwähnen Sie auch das in Ihrem Untertitel, so wie wir hier: 

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3. Call to Actions

Wie bereits erwähnt ist es das Ziel Ihrer Startseite, möglichst viele Besucher zu einem 2. Klick zu animieren. Ein Call to Action ist eine interaktive Schaltfläche (also ein Button), die den User zu einer weiterführenden Handlung auffordert. So weisen Sie Ihre Besucher an, was Sie gerne als nächstes von Ihnen hätten und geben ihnen nicht das Gefühl, dass sie hier nichts Spannendes mehr erwartet. 

Wir empfehlen Ihnen, mehrere verschiedene Call to Actions (CTAs) auf Ihrer Homepage zu integrieren. So geben Sie Ihren Besuchern verschiedene Auswahlmöglichkeiten, um Handlungen vorzunehmen. 

Der erste CTA sollte jedenfalls above the fold platziert sein. Das bedeutet, dass der Button bereits ohne scrollen sichtbar ist. Unser erster Call to Action ist jener zur Kontaktaufnahme.

Neuer Call-to-Action

4. Aufbau anhand der Buyer's Journey

Auf Ihrer Startseite möchten Sie sämtliche Kunden und potenzielle Kunden abholen. Ganz egal ob es jemand ist, der bereits kurz vor dem Kaufabschluss steht oder jemand, der gerade dabei ist, sein jeweiliges Problem zu verstehen. Deshalb ist es wichtig, dass Sie Inhalte für sämtliche Phasen des Kaufprozesses bereitstellen und Ihre Website danach aufbauen. Lassen Sie mich an dieser Stelle etwas mehr ins Detail gehen:

Die Buyer’s Journey besteht aus drei Phasen: 

  1. Awareness
  2. Consideration 
  3. Decision

In der Awareness Phase versucht ein potenzieller Kunde sein Problem näher zu verstehen und es zu definieren. In der Consideration Phase weiß der Kunde bereits, was sein Problem ist. Er vergleicht verschiedene Lösungsansätze miteinander und grenzt die Lösungsanbieter ein. In der Decision Phase weiß der potentielle Kunde bereits, welchen Lösungsansatz er wählt. Anhand letzter Kriterien entscheidet er sich für einen Anbieter. 

Ich gehe in den nächsten Punkten genauer auf Inhalte für die einzelnen Phasen ein. Hier sehen Sie den Aufbau unserer Homepage anhand der Buyer’s Journey:

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Dabei sind “Über uns” und “Blog” der Awareness Phase zuzuordnen, “Case Studies” der Consideration Phase und “Services” und “Kontakt” der Decision Phase.

5. Inhalte für die Awareness Phase

In der Awareness Phase geht es potenziellen Kunden, die Ihre Homepage besuchen, darum, ein Problem oder ein Bedürfnis besser zu verstehen und es benennen zu können. Sie sollten Ihnen deshalb Inhalte zu für den Beginn der Buyer’s Journey anbieten. So zum Beispiel einen weiterführenden Call to Action auf Ihren Blog, auf dem Sie über relevante Themen Ihrer Branche bloggen und sich als Experte positionieren. So wie wir zum Beispiel:

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6. Inhalte für die Consideration Phase

Die Consideration Phase ist jene, in der Ihre potenziellen Kunden eifrig recherchieren. Sie suchen nach verschiedenen Lösungsmöglichkeiten, verschiedenen Anbietern für diese Lösungsmöglichkeiten und möchten sich ein genaues Bild von den Anbietern machen. An dieser Stelle gilt es, Ihre Kompetenz noch stärker zu präsentieren. Das kann beispielsweise durch Best Practices, Experten Guides, oder Case Studies geschehen, so wie wir es hier gemacht haben:

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7. Inhalte für die Decision Phase

Nachdem Ihre potenziellen Kunden nun wissen, wer Sie sind (Awareness), und wie Sie Ihre Kompetenzen zur Kundenzufriedenheit einsetzen (Consideration), benötigen sie auch Content für die Decision Phase. Dazu gehören unter anderem Live Demos, Preislisten und genaue Beschreibungen Ihrer Services:

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8. Einzigartige Fotos 

Um Ihren potenziellen Kunden auf Ihrer Homepage eine gute User Experience zu bieten, dürfen einzigartige Fotos nicht fehlen. Hierbei liegt die Betonung auf einzigartig. Wie möchten Sie sich schließlich als besonderer Experte in Ihrem Bereich positionieren, wenn Ihre Bilder austauschbar mit denen Ihrer Konkurrenten sind? Oder wenn Ihre Bilder einfach nichtssagende Stockfotos sind, die jeder jederzeit kaufen kann. Natürlich ist es der einfachere Weg, sich verschiedener Stockfotos zu bedienen. Doch die Nutzererfahrung ist eine ganz andere, wenn Sie die extra Meile gehen und möglichst viel eigenes Bildmaterial zur Verfügung stellen. Schließlich möchten Ihre potenziellen Kunden auf Ihrer Homepage sehen, mit wem sie hier zusammenarbeiten würden. 

Achten Sie bei der Verwendung von Fotos auf Ihrer Startseite darauf, dass es nicht zu viele sind und diese in einer passenden Größe und Benennung samt ALT-Text hochgeladen werden. Zu große Bilder können die Ladezeit ihrer Homepage und damit einhergehend auch die Bounce Rate ansteigen lassen. 

Wir haben zum Beispiel erst vor kurzem einen Großteil unserer Bilder gegen eigene Aufnahmen ausgetauscht. Der Mann am Laptop auf dem obigen Bild ist zum Beispiel mein Kollege Sam. Hier sehen Sie unseren CEO Martin, direkt above the fold auf der Startseite:

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9. Einfache Navigation 

Ihre Homepage muss vor allem eines sein: einfach und intuitiv zu bedienen. Nutzer sollten sich keineswegs lange nach Inhalten auf die Suche machen müssen. Das wäre ganz schlecht. Machen Sie Ihre Navigation gut sichtbar und benennen Sie die Kategorien kurz und prägnant so wie das, was Nutzer in der jeweiligen Kategorie erwartet. Wir haben uns für eine Navigation mit dem liebevoll genannten “Burger” (also den drei waagrechten Strichen in der rechten Ecke des oberen Bildes) entschieden. Unsere einzelnen Navigations-Kategorien sind passend zu den Inhalten für die Buyer’s Journey benannt: Über uns, Blog, Case Studies, Services und Kontakt. 

Tools wie Lucky Orange können Ihnen helfen die Bereiche Ihrer Website zu identifizieren, die von besonderem Interesse für Besucher sind. Eventuell wird Ihnen so auch die Namensgebung der einzelnen Navigations-Kategorien erleichtert.

10. Kontaktmöglichkeit und übersichtlicher Footer 

Diese beiden letzten Inhalte, die unbedingt auf Ihrer Homepage sein sollten, gehen oft miteinander einher. Schließlich ist die Kontaktmöglichkeit oftmals im Footer (also dem Bereich ganz unten auf Ihrer Website) integriert. Wir würden Ihnen zusätzlich empfehlen, die Kontaktaufnahme in die Navigation einzubauen und sie ebenso above the fold zu platzieren. 

Die Platzierung im Footer hat einen ganz praktischen Grund: Sie wird oft von Menschen dort erwartet. Sie haben bestimmt selbst schon mal ganz eilig ans Ende einer Seite gescrollt, um Kontaktdaten zu bekommen. Machen Sie es Ihren Besuchern so einfach wie möglich, mit Ihnen in Kontakt zu treten. 

Ihr Footer sollte sehr übersichtlich und nicht mit allzu vielen Details vollgepackt sein. Schaffen Sie Klarheit, indem Sie Ihren Footer auf die wichtigsten Inhalte reduzieren. So zum Beispiel auf die Kontaktmöglichkeit, Ihre Social Media Netzwerke, Datenschutzerklärung, Impressum, AGB, sowie Newsletter- und Blog-Abo. Weniger ist oft mehr!

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Fazit: Inhalte, die Sie auf Ihrer Homepage haben sollten

Wie genau eine Homepage bzw. Startseite aussieht, ist natürlich von Branche zu Branche und von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich. Die 10 Inhalte, die wir Ihnen in diesem Beitrag präsentiert haben, sind allerdings in abgewandelter Form immer von Relevanz. Beim Erstellen einer Homepage sollten Sie stets darauf achten, Ihre Kunden und potenziellen Kunden in den Mittelpunkt zu stellen und Inhalte so aufzubereiten und anzuordnen, dass Ihre Besucher das meiste davon haben. Daher möchte ich abschließend noch einmal betonen, wie wichtig es ist, dass Sie darauf achten, dass Sie Inhalte für alle Phasen der Buyer’s Journey bereitstellen und dabei die Tonalität Ihrer Buyer Personas treffen.

 

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Dieser Beitrag wurde am 15.01.2020 überarbeitet. 

 

Stefanie Kargl
Über Stefanie Kargl

Digital Native. Studierte Wirtschaftswissenschaften sowie Theater- Film- und Medienwissenschaften an der Universität Wien. Begeisterte Tänzerin.