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HubSpot CMS vs. WordPress CMS: Ein kurzer Vergleich

Ein mühsames CMS (Content Management System) ist verantwortlich für das ein oder andere graue Haar bei allen, die damit arbeiten müssen. Eine komplexe Oberfläche, Dateien und Funktionen, die nur schwer zu finden sind und ständiges Aufhängen der Seite sind einige nervenaufreibende Unannehmlichkeiten. Deshalb ist es wichtig, dass Sie die Wahl Ihres CMS mit besonders viel Bedacht treffen, um sämtlichen Frust zu vermeiden, oder zumindest zu minimieren. Um eine gute Wahl treffen zu können, stelle ich Ihnen in diesem Beitrag die wichtigsten Unterschiede der beiden sehr gängigen CMS HubSpot und WordPress vor. 

Wenn Sie eine neue Website erstellen lassen bzw. Ihre existierende Website relaunchen, steht Ihnen ein großes Projekt bevor. Neben Design, der Wahl der umzusetzenden Agentur und der Funktionalitäten, spielt auch die Entscheidung für ein CMS eine wichtige Rolle. 

In dieser Tabelle zeige ich Ihnen die wichtigsten Unterschiede zwischen dem CMS von WordPress und dem CMS von HubSpot:

WordPress CMS vs. HubSpot CMS auf einen Blick 

 

  HubSpot WordPress
Blog Editor  ja ja
Optimiert für Mobile ja je nach Thema 
SEO Tool  ja zus. Software/ Plug-in nötig
On-Page SEO ja ja
Themenauswahl ja ja
Personalisierter Content ja zus. Software/ Plug-in nötig 
E-Mail Marketing  ja zus. Software/ Plug-in nötig
Marketing Automation ja zus. Software/ Plug-in nötig
CRM System ha zus- Software/ Plug-in nötig
Preis 280 €/Monat inkl. Hosting (CDN) und rund um die Uhr technischen Support Open-Source-Software daher kostenlos, allerdings Kosten durch Hosting und technischen Support

Bevor ich genauer auf all diese Unterschiede eingehe, gehen wir noch einmal kurz einen Schritt zurück:

Was ist ein Content Management System (CMS)?

Ein Content Management System gibt allen, die mit Ihrer Website arbeiten, die Möglichkeit Ihren Content zu erstellen, zu schreiben, zu adaptieren und auszubauen. Durch die Verwendung eines CMS sparen Sie sich, jedes Mal einen Code zu schreiben, wenn eine Page angepasst, ein Blogbeitrag veröffentlicht, ein Produkt hinzugefügt, etc. werden. 

Sowohl mit HubSpot als auch mit WordPress sind diese und weitere Funktionen möglich. Sehen wir uns nun die beiden CMS genauer an.

HubSpot CMS

HubSpot ist eine All-in-one Plattform für Inbound Marketing. Also Marketing, das darauf ausgerichtet ist, im Internet gefunden zu werden und über Ihre Website neue Kontakte (Leads) zu generieren. Auf dieser Plattform werden alle wichtigen Funktionen in den Bereichen Marketing, Sales und Service abgedeckt. 

Ebenso hat man die Möglichkeit, losgelöst von allen anderen Funktionen, das HubSpot CMS zu nutzen. Dieses kann man ab 280 €/Monat verwenden und von einer Vielzahl an Funktionen profitieren. Wissenswert an dieser Stelle ist, dass HubSpot auch ein kostenfreies CRM zur Verfügung stellt. 

Bei takeoff arbeiten wir sowohl mit dem HubSpot CMS, als auch mit dem HubSpot CRM und sind große Fans. Nichtsdestotrotz gebe ich mir große Mühe, Ihnen einen objektiven Vergleich der beiden CMS zu präsentieren.

 

WordPress CMS 

WordPress wurde ursprünglich als Software für Weblogs programmiert und wird mittlerweile als Open-Source-Projekt stetig weiterentwickelt. Mit 62.7 % Marktanteil 2020 ist WordPress wohl zweifelsfrei das beliebteste aller Content Management Systeme weltweit. Der wohl größte Vorteil von WordPress ist der Aufbau, da das System ohne allzu großem Aufwand individuell durch Plugins und Funktionen erweiterbar ist. 

WordPress ist zwar kostenlos, aber nicht frei von Kosten, schreiben Ceonaires in Ihrem Beitrag über die WordPress Kosten. So gibt es je nach Bedürfnis verschiedene, monatliche Pakete (4 €, 8 €, 25 €, 45 €), allerdings muss Hosting extra bezahlt werden.

Die Unterschiede zwischen HubSpot und WordPress im Detail 

Blog 

Die Oberfläche des CMS Editors bei HubSpot ist sehr intuitiv und nutzerfreundlich. Es verfügt über viele Features, mit denen sich die einzelnen Blogbeiträge designen und optimieren lassen. Einige Funktionen, die abgesehen vom klassischen Blog-Editor zur Verfügung stehen, sind: 

  • SEO-Tool 
  • Content Kalender 
  • Analytics 
  • AMP Support 
  • Call- to-Action (CTA) erstellen
  • Drag-and-drop Editor 
  • Website Themes
  • Dynamischer Content mit Hub DB
  • Lokales Website Development

 Ich finde besonders das SEO Tool recht spannend, dass Ihnen dabei helfen kann, eine SEO-Strategie zu erarbeiten und zu Monitoren. Hier sehen Sie zum Beispiel unseren Content Cluster rund um das Thema “Leadgenerierung”. Ganz in der Mitte ist die Pillar-Page zu “Leadgenerierung” zu sehen und um sie herum alle Beiträge, die ebenfalls zu diesem Thema gehören:

HubSpot-CMS-SEO-Tool

Leseempfehlung: Was ist eine Pillar-Page?

Auch das WordPress CMS ist sehr übersichtlich und macht es Ihnen einfach, sich schnell zurechtzufinden. Es eignet sich vor allem gut für Unternehmen mit nicht textlastigen Websites. WordPress kann sehr viel, Sie benötigen allerdings für nahezu alles ein weiteres Plug-in oder Theme. Viele Plug-ins sind kostenlos, einige kosten allerdings auch etwas.

Auch bei WordPress haben Sie die Möglichkeit, Google Analytics zu integrieren und von SEO Tools zu profitieren. 

Landingpages

Sowohl bei HubSpot, als auch bei WordPress haben Sie die Möglichkeit, zwischen herkömmlichen Blogbeiträgen und Landingpages zu unterscheiden. Allerdings haben Sie nur bei HubSpot die nötigen Tools, um eine Landingpage zu designen und Conversions nahtlos zu generieren.

Im HubSpot CMS können Sie schnell eigene Call-to-Actions erstellen, die Nutzer weiter auf eine von Ihnen erstellte Landingpage schicken. Um so eine Landingpage zu erstellen, sind keine Programmierkenntnisse nötig. Sie können sogar verschiedene Landingpage-Versionen gegeneinander testen (A/B-Testing). 

WordPress hat diese Funktionen nicht, doch Sie können mithilfe einiger Themes und Software Plug-ins professionell aussehende Landingpages bauen. Achten Sie dabei darauf, dass Ihre Plug-ins gut miteinander zusammenspielen und dass Sie nicht unwissentlich ein Abo für ein Landingpage Plug-in abschließen.

Website Management

Seit kurzem gibt es den neuen HubSpot CMS Hub (wir haben berichtet), der Developern, Marketern und IT-Teams noch mehr Möglichkeiten der Website Handhabung bietet. HubSpot selbst sagt dazu, dass Sie Unternehmen durch den neuen Hub die Möglichkeit geben möchten, Ihren Besuchern die bestmögliche Nutzererfahrung zu bieten. 

Durch die neuen Features im Hub, können Marketers ganz eigenständig Pages und ganze Websites erstellen, ohne dabei auf IT oder Development angewiesen zu sein. Auch für Developer bringt der CMS Hub Vorteile mit sich, da das Marketing sie nicht jedes Mal wegen einer kleinen Anpassung miteinbeziehen muss und selbstständig arbeiten kann. 

Websites, die das WordPress CMS verwenden, sehen alle recht ähnlich aus, weil es hier viel mehr Aufwand ist, eine Website zu bauen und zu personalisieren, die aus der Masse der WordPress-Seiten heraussticht. 

Das Updaten einer Page im CMS ist sehr simpel. Das System stellt generell einige Basis Tools zur Verfügung, die dabei helfen, Ihren Content zu organisieren und zugreifbar zu machen.

Hubspot kennenlernen

Sicherheit Ihrer Website

Die Sicherheit Ihrer Website sollte eine Ihrer obersten Prioritäten sein. HubSpot sorgt an dieser Stelle für 99.99 % Uptime, bietet 24/7 Sicherheits-Monitoring und Bedrohungserkennung, verfügt über ein standardisiertes SSL Zertifikat und über ein Content Delivery Network. Letzteres, auch CDN genannt, besteht aus mehreren, weltweiten Standorten und trägt dazu bei, dass Ihre Inhalte mit geringen Ladezeiten international ausgespielt werden können. 

Bei WordPress ist ein SSL Zertifikat vorinstalliert. Abgesehen davon, gibt es standardmäßig keine Sicherheits-Features. Wie fast immer, hat WordPress dafür auch Plug-ins, die sie hinzufügen können. Ionos hat hier einige wichtige Sicherheits-Plug-ins zusammengefasst. 

Kosten 

Das WordPress CMS gibt es in mehreren Paketen. Entweder völlig kostenlos, oder um 4 €, 8 €, 25 € bzw. 45 € pro Monat. Dabei darf nicht vergessen werden, dass manche Themes und Plug-ins etwas kosten und Hosting nicht im Preis inkludiert ist. Hier sehen Sie die Preise von WordPress im Überblick.

HubSpot ist wesentlich teurer. Im CMS Hub können Sie zwischen der Professional Version um 280 €/Monat (momentan gibt es sogar eine Aktion um 224 €/Monat) und der Enterprise Version um 830/Monat wählen. Hier sehen Sie die Preise von HubSpot und die darin inkludierten Leistungen im Überblick.

Wann macht ein WordPress CMS Sinn, wann ein HubSpot CMS? 

WordPress ist, wie bereits erwähnt, das beliebteste CMS weltweit. Kein Wunder, da es sehr intuitiv, nicht teuer und einfach zu handhaben ist. Nichtsdestotrotz gibt es einige Fälle, in denen es sich durchaus lohnt, in ein HubSpot CMS zu investieren. HubSpot ist dann besser als WordPress wenn: 

  • Sie auch gleichzeitig auf der Suche nach einem neuen CRM sind. Das CRM von HubSpot ist kostenlos.
  • Sie gerne neue Business-Kontakte, also Leads, über Ihre Website bekommen möchten und digitale Leadgenerierung ein Thema ist. 
  • Sie einige Ihrer Tätigkeiten im Marketing, Vertrieb und/oder Service automatisieren möchten und somit die anderen Hubs von HubSpot in Zukunft ebenso interessant sein könnten. 
  • Sie mehrsprachige Inhalte auf der ganzen Welt mit höchsten Sicherheitsstandards distribuieren möchten. 

Wenn Sie eher ein kleiner Betrieb sind, der nicht allzu viele Datenmengen auf der Website hat, ist WordPress wunderbar für Sie geeignet. Gleichermaßen, wenn Ihre Website den Zweck erfüllen soll, dass Sie mit Ihrem Content gefunden werden, Sie aber nicht unbedingt neue Kunden über Ihre Website bekommen möchten. Dann sollte die Wahl definitiv auf HubSpot als All-in-one Inbound Marketing Plattform fallen. 

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Lisa Panzenböck

Über Lisa Panzenböck

Reisebegeisterte Yogini mit einer Schwäche für gute Weine und kitschige Sonnenuntergänge. Digitale Medien sind ihr virtuelles zu Hause.