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Marketing Tools für die Digitale Transformation von Marketing und Vertrieb

by Martin Bredl
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Haben Sie schon einmal einen Baum mit einer Handsäge gefällt? Nein? Ich auch nicht! Mein Großvater hat Bäume noch händisch gesägt, mein Vater dagegen mit einer modernen Stihl Motorsäge.

Transformation hat es damals schon gegeben. Wahrscheinlich waren die Auswirkungen auch damals enorm. Einen Vorteil hatte mein Vater: Er musste nicht tausende Motorsägen probieren bis er die passende gefunden hat. Ich schätze, dass es vor 70 Jahren gerade einmal 5 Modelle gab. 

5.000 Marketing Tools 

Wenn Sie allerdings heute von "händischem Marketing" auf digitales Marketing umsteigen, müssen Sie sich aus dieser Auswahl die richtigen Tools aussuchen: 

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Die Marketing Technology Landscape Supergraphic von 2017 zeigt ca. 5.000 Tools und Plattformen für Marketing und Vertrieb. Dieser Markt explodiert. 2011 waren es nur 150! Ich frage mich, wie Scott Brinker diese Tools alle in seine Grafik bringt und vor allem frage ich mich, wie er das in 5 Jahren macht. 

Aus diesem Haufen das heraussuchen was passt, kann zur Verzweiflung führen. Hilfe naht! In diesem Blogbeitrag liste ich die Tools auf, die wir jetzt gerade in der Agentur täglich verwenden, die wir mühsam ausgesucht, getestet und für gut befunden haben. 

Diese 10 Tools haben sich in den letzten 4 Jahren mehrmals gewandelt. Oft haben wir pro Monat mehrmals neue Collaboration Tools getestet und wieder verworfen. Die Mitarbeiter machen sich schon über mich lustig: Wow, eine Woche ohne ein neues Tool vom Chef!

Die Zeit ist "leider" vorbei. Die Tools, die ich jetzt vorstelle haben eine bestimmte Stabilität bewiesen. Klar kommen manche dazu, aber einige haben sich wirklich bewährt. Wir versuchen mit ganz wenigen Tools auszukommen.

Diese 10 Tools sind die Minimalvariante für eine digitale Marketing Agentur aber auch für digitales Marketing und Vertrieb eines Unternehmens. Weniger geht kaum. 

1. Google G-Suite

Stellen Sie sich vor, Sie oder jemand in Ihrem Unternehmen braucht sofort ein neues Notebook. Welche Schritte sind notwendig? Ich sage Ihnen was ich heute gemacht habe, um diesen Blogbeitrag mit einem neuen Notebook schreiben zu können: 

  • Um 09:00 auf dem Weg in unser Büro in der Wiener Innenstadt ging ich in den Cyberport Shop am Westbahnhof und kaufte ein neues Notebook, das Chromebook 13 von HP. 
  • Im Büro angekommen packte ich das Chromebook aus. 
  • Ich klappe den Bildschirm hoch, es dauerte ca. 2 Sekunden bis das Chromebook hochgefahren ist. 
  • Ich gebe das Wlan-Passwort ein und melde mich bei meinem Google Account an. 
  • FERTIG!!!!!!!!!!!!!!!!! (Insgesamt hat das weniger als 1 Minute gedauert, aber auch nur deshalb so lange, weil unser Passwort für das Wlan aus 12 furchtbaren Zeichen besteht)

Die G-Suite von Google stellt mir alle Programme so zur Verfügung, wie auf meinem alten Notebook:  Mail, Google Drive Ablage, Docs, Tabellen, Präsentationen, alle Bookmarks, alle Passwörter, alle Browser Erweiterung - alles. Ich konnte sofort losarbeiten und jetzt schreibe ich diesen Blogbeitrag, ohne auch nur irgendwelche Einstellungen zu machen. Das Erlebnis ist so,  wie wenn ich auf ein neues iPhone umsteige. 

Wir haben vor einem Jahr die Microsoft-Welt verlassen, weil ich wollte, dass das Team zusammenarbeitet und nicht jeder auf seinem Notebook alles hortet. Ein Freund hat mir geraten: "Wenn du willst, dass dein Team kollaboriert, dann nimm ihnen Microsoft weg". Ich hab es getan. 

Die Kosten: € 4,- pro Monat pro User. Jeder Mitarbeiter hat derzeit 30 Gbite zur Verfügung. Bald werden wir auf Unlimited umsteigen. Das kostet dann € 8,- Monat. Kein IT-Service mehr. Es gibt nichts zu installieren und daher auch keine Wartung. Kein Virenschutz, keine Mail Server Wartung. 

2. HubSpot

HubSpot haben wir vor 4 Jahren implementiert und nie in Frage gestellt. Eigentlich das einzige Tool das so lange gehalten hat. HubSpot ist unser Marketing Automation Tool. Warum wir uns für HubSpot entschieden haben: 

  • Mit HubSpot kommt eine ganze Akademie über Inbound Marketing
  • Besonders geeignet für kleinere und mittelgroße Unternehmen
  • HubSpot ist internationaler Marktführer
  • Mit HubSpot können wir alle digitalen Marketing Aktivitäten umsetzen
  • HubSpot hat ein CRM integriert und sehr viele Tools auch für den Vertrieb
  • Wenn es etwas Neues gibt, dann bei HubSpot zuerst
  • Intuitiv zu bedienen
  • Wir mögen die Leute von HubSpot

Mit HubSpot ersparen wir uns einen Bauchladen von Tools: Analytics, Social Monitoring, CRM, Wordpress mit allen Plugins, E-Mail bzw. Newsletter Tools, E-Mail Tracking, Dokumenten Tracking, Prospecting, Meetings buchen und vieles, vieles mehr. 

HubSpot kostet allerdings so wie wir es nutzen, ab € 740,- pro Monat (Pro Version). Für uns rechnet sich das. 

3. Trello

Es hat lange gedauert, bis Trello unser Collaboration Tool wurde. Wir hatten Trello von Anfang an, aber da es so simpel ist mussten wir Basecamp, Asana und Teamwork einsetzen weil wir dachten etwas komplexer müsste besser sein. 

Ist es aber nicht. Da wir nicht nur untereinander kollaborieren, sondern auch mit unseren Kunden, waren es letztlich die Kunden die entschieden haben, wie wir zusammenarbeiten. Alle anderen Collaboration Tools wurden schlicht und einfach von unseren Kunden boykottiert. Nur Trello, da es so simpel ist, wurde von den Kunden angenommen. 

Für uns ist das sehr wichtig, da wir nach der SCRUM Methode arbeiten und es unseren Kunden sehr einfach machen wollen den Arbeitsfortschritt jederzeit zu sehen. Wir steuern alle unsere Kundenprojekte, unser eigenes Marketing Projekt und alle Redaktionspläne über Trello. 

Trello kostet $ 9,99 pro User. Es gibt auch eine kostenlose Version. 

4. Zoom

Auch unser Online Meeting Tool hat eine sehr wechselhafte Geschichte. Begonnen hat alles mit GoToMeeting und dann mit Google Hangout. Dann kam über Nacht Zoom in unser Agenturleben und Zoom blieb. 

Wir haben ganz wenige vor Ort Meetings mit unseren Kunden und mit unseren Partnern. Regelmäßige Jour fixes, Redaktionsmeetings, Verkaufsgespräche, Abstimmungen mit unseren Partnern in Indien oder in Südafrika, Webinare, Meetings mit Mitarbeiter, die zu Hause arbeiten - alles über Zoom. 

Der springende Punkt, besonders wenn man das erste Mal mit jemanden ein Online Meeting macht, ist der: Findet der Gesprächspartner in das Meeting, ohne dass wir parallel anrufen müssen und erklären müssen wie man sich in ein Meeting einklinkt. Bei Zoom mussten wir bis jetzt nie anrufen.

Was für Zoom spricht ist eben diese intuitive Bedienung, die Qualität der Verbindungen und auch der Preis. Zoom ist günstiger als GoToMeeting. Und Zoom hat einige Funktionen, die wirklich toll sind. Zum Beispiel kann man bei größeren Meetings kleine Subgruppen machen um getrennt Inhalte zu diskutieren. 

Wir zahlen für Zoom € 13,99 pro User und Monat. 

5. ahrefs

Obwohl uns HubSpot ein Keywordtool zur Verfügung stellt, nutzen wir jetzt seit ca. einem Jahr ahrefs als zusätzliches Keywordtool. Warum: Weil ahrefs mehr kann als das HubSpot Keywordtool, es kann einfach alles. 

Was wir mit ahrefs hauptsächlich machen:

  • Wir analysieren die Webseiten von potentiellen Kunden bevor wir mit ihnen reden. Dabei können wir dann schon hilfreiche Tipps geben was sie verbessern können.
  • Wir finden Content Ideen, weil wir uns mit den Webseiten von Mitbewerben vergleichen und sehen welche Contents dort gut funktionieren.
  • Wir recherchieren für uns und für unsere Kunden Keywordlisten. Oft 500 Keywords!
  • Wir optimieren Content weil wir oft noch bessere Keywords finden, als wir bereits verwenden.
  • Vieles mehr!

Ahrefs gibt es kostenlos, aber nur 2 Wochen. Wir zahlen für ahrefs $ 179,- pro Monat. 

6. Lucky Orange

Vor Lucky Orange waren wir was die Usability unserer Website angeht im Blindflug unterwegs. Mit Lucky Orange können wir jetzt genau sehen, was User auf unserer Website machen. Lucky Orange zeigt uns sogenannte Heatmaps. Da sehen wir, wo User klicken, wie weit sie eine Seite scrollen etc. 

Es gibt auch Recordings auf denen wir genau sehen, wie sich die Maus eines Users auf unserer Website bewegt. Wo angehalten wird, wie lange gelesen wird etc. Natürlich anonym. 

All das hilft uns die einzelnen Webpages zu optimieren. Wir wollen das maximale Erlebnis für die User unserer Website. Und wir wollen auch maximale Conversions. Lucky Orange zeigt uns, wo wir Call to Actions am besten anbringen. Denn was nützt ein Call to Action am Ende eines langen Blogbeitrages, wenn niemand bis zum Ende kommt und ihn dann klickt. 

Wir kommen derzeit noch mit der Basisvariante von Lucky Orange um $ 10,- pro Monat aus. 

7. Canva

Canva ist ein Designprogramm, mit dem wir rasch einfache Designs gestalten können. Dafür braucht man keine besonderen Design-Kenntnisse, es ist ganz einfach zu bedienen. Wir können damit eine Blog-Grafik erstellen, ein Facebook Cover oder ein Poster gestalten und noch vieles mehr. Es gibt für die unterschiedlichen Formate bereits Vorlagen, die wir individuell anpassen können.

Wir verwenden Canva vor allem dazu, um unsere Call To Actions zu erstellen. Das tolle daran ist, dass die Grafiken gespeichert werden und wir so immer darauf zugreifen können. Wir können sie auch mit Kollegen teilen und so ist es möglich, dass verschiedene Leute an einem Design arbeiten.  

Wir arbeiten noch immer mit der kostenlosen Version von Canva. 

8. Google Analytics

Google Analytics bietet uns viele Funktionen um das Nutzerverhalten unserer Website Besucher zu analysieren. Wir sehen, wie viele Besucher pro Monat auf unsere Website kommen und welche Seiten besonders gut funktionieren und wie lange die Besucher auf einer Seite verweilen. 

Wir nutzen Google Analytics meist zusätzlich zu HubSpot, unserer Marketing Automation Software. HubSpot hat eine sehr gute Analytics Funktion, manche Details sind aber besser in Google Analytics zu finden. 

Google Analytics ist kostenlos. Allerdings brauchen Sie für den Zugang eine Google E-Mail Adresse. 

9. picmonkey

Picmonkey ist ein Online Photo Editor mit dem wir unsere Fotos gestalten können. Es funktioniert ganz einfach. Foto hochladen und die unterschiedlichen Funktionen nutzen: Foto zuschneiden, mit Effekten versehen, einen Text hinzufügen, einen Rahmen gestalten und vieles mehr.

Wir verwenden dieses Tool vor allem dazu unsere Blogfotos zu bearbeiten. Wir schneiden Sie auf die richtige Größe zu, fügen das Copyright mittels Text in das Bild ein und versehen es mit einer individuellen Bildsprache.

Wir verwenden die kostenlose Version von picmonkey. 

10. designrr

Wir cool ist das: Sie wollen aus einem Blogbeitrag ein super schönes Whitepaper machen. Mit designrr geht das in 90 Sekunden. Zumindest in einem Werbevideo von designrr. 

Das geht so: 

  • In designrr eine Url für das Projekt festlegen
  • Ein Template aussuchen
  • Den Stil des Templates anpassen
  • Publizieren - Fertig!

Designrr hat im Hintergrund den Content hochgeladen und gleich alle Informationen wie Menü oder Kommentare herausgeschnitten. Das geht auch mit mehreren Blogbeiträgen oder von einem PDF heraus. 

Designrr kostet uns $ 37 pro Monat. 

Conclusio Marketing Tools für die Digitale Transformation

Die Digitale Transformation kann niemand aufhalten. Die Tools allein machen noch keine Transformation. Zusammen mit den neuen Prozessen und den notwendigen Skills kommen Sie weiter. 

Die gute Nachricht ist, dass Sie nicht aus 5.000 Tools für Marketing und Vertrieb die passenden Tools für Sie aussuchen müssen. Sprechen Sie mit Agenturen und Unternehmen, die schon einige Tools erprobt haben. 

Dann aber wird es Ihnen nicht erspart bleiben Tools einfach zu packen und zu testen. Fehler können Sie kaum machen. Die Tools kosten zwar, aber meistens können diese auch schnell wieder gekündigt werden (Außer HubSpot, da muss man sich für ein Jahr binden).

Alle Tools sind Software as a Service, also keine wirklichen Investitionen. Oft gibt es auch ein Freemium Modell oder die kostenlose Version reicht. Viel Erfolg!

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 Dieser Blogbeitrag wurde am 31.10.2017 überarbeitet. 

Online Marketing

Martin Bredl

Martin Bredl

Pionier im Inbound Marketing mit viel Erfahrung im Bereich von Communications, Strategie und Branding. Ist auch als Lektor am FH Joanneum tätig. Träumt von einer Farm in Afrika.

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