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7 Inbound Marketing Videos, die jedes B2B-Unternehmen haben sollte

Sekunden, ja sogar Zehntelsekunden in der ersten Wahrnehmung entscheiden heutzutage online, ob sich jemand mit einem Beitrag näher befasst. Wenn der allererste Eindruck nicht ausreichend neugierig macht, wird dem dahinterliegenden Content keine Chance gegeben. Video Content bietet an dieser Stelle eine hervorragende Möglichkeit, um Ihre potenziellen Kunden sofort in Ihren Bann zu ziehen und sollte deshalb Teil Ihrer Content-Strategie sein.

Unter dem Titel "The Selling 7" hat die US-Agentur IMPACT die wichtigsten Video-Arten im Inbound Marketing zusammengefasst. Wir haben diesen Beitrag aufgegriffen und mit eigenen Gedanken und Beispielen ergänzt. 

1. Landingpage-Videos

Idealerweise sollte auf jeder Seite, auf der ein Formular zu finden ist, auch ein Video zu sehen sein. Schließlich findet auf Landing Pages eine Form von Conversion statt, bei der Nutzer ihre Daten angeben müssen, um dafür etwas zu bekommen.

Sobald Besucher auf Ihrer Landingpage ankommen und das Formular erspähen, macht sich üblicherweise eine gewisse Skepsis und Ablehnung breit. Wieso muss ich denn hier meine Daten angeben? Was macht das Unternehmen damit? Bekomme ich jetzt unendlich viele Newsletter zugesendet? Fragen wie diese schießen vielen Menschen dabei sofort in den Kopf. Sie überlegen, ob es Ihnen das, was sie im Gegenzug für die Datenangabe bekommen, tatsächlich wert ist. 

Videos können an dieser Stelle sehr wertvoll sein, da Sie Ihren potenziellen Kunden verschiedenste Ängste nehmen. In einem solchen Video sollten Sie erklären, was Sie mit den Daten machen und warum es nötig ist, dass diese gesammelt werden. So bauen Sie zusätzlich auch Vertrauen in Ihr Unternehmen und dessen Arbeitsweise auf.

Einige gute Beispiele für Landingpage Videos finden Sie hier.

Inbound Marketing Guide 2023: Leitfaden mit Checklisten, Vorlagen und Tools für B2B-Unternehmen

2. 80-Prozent-Videos

Die nächste Art von Videos, auf die Sie im Inbound Marketing keineswegs verzichten sollten, sind 80-Prozent-Videos. Dabei handelt es sich um Videos, die 80 Prozent der Fragen Ihrer potenziellen Kunden zu einem gewissen Thema abdecken.

Was vielleicht nach einem Blockbuster in Spielfilm-Länge klingt, ist tatsächlich ein kurzes (in etwa zwei Minuten langes) Video. Egal, wie kompliziert Ihr Unternehmen, Ihre Produkte oder Dienstleistungen und Prozesse sind: Am Ende des Tages stellen Kunden Ihrem Vertrieb und Kundenservice immer wieder dieselben Fragen.

Um Ihren potenziellen Kunden in einer frühen Phase der Customer Journey bereits die brennendsten Fragen zu einem Thema zu beantworten, sind 80-Prozent-Videos im Inbound Marketing unerlässlich. Diese können Sie zum Beispiel vor dem Abwickeln eines Connect-Calls verschicken, in den FAQs Ihrer Website einbauen, oder auch in Blogbeiträgen.

Hier sehen Sie zum Beispiel, wie unser CEO Martin die häufigsten Fragen zum Thema Leadgenerierung beantwortet:

3. Mitarbeiter-Videos

Beim Wort  "Mitarbeitervideos" denken viele von Ihnen vermutlich an Employer- Branding-Videos. Stimmungsvolle Clips, die Ihre Mitarbeiter freudig bei der Arbeit präsentieren, um durch die Verteilung solcher Videos neue Talente zu akquirieren. Im Inbound Marketing verstehen wir darunter allerdings Videos, die Ihre Mitarbeiter vorstellen. Wie sie heißen, was ihre Funktion im Unternehmen ist, wie lange sie schon dabei sind, was ihre größten Hobbys sind, was sie gar nicht leiden können, etc.

Diese Art von Videos sind nicht nur sehr sympathisch, sondern tragen auch dazu bei, Vertrauen zu Ihren potenziellen Kunden aufzubauen. Schließlich haben Menschen, die diese Videos gesehen haben, Ihre Mitarbeiter bereits virtuell kennengelernt, sie sprechen gehört und wissen, mit wem sie künftig zusammenarbeiten würden.

Eine Variante dieser Videos sind auch kurze, personalisierte Videos, die Sie dazu nutzen können, sich bei potenziellen Kunden vor dem ersten Gespräch vorzustellen.

 

Wir empfehlen Ihnen, bei der Produktion der Mitarbeitervideos mit jenen Kollegen zu beginnen, die am meisten Kundenkontakt haben. Auch Kollegen, die nicht so viel Kundenkontakt haben (in Abteilungen wie z.B. der Verrechnung, Buchhaltung, etc.) sollten dabei nicht außen vor gelassen werden. Schlussendlich vermittelt es potenziellen Kunden ein beruhigendes Gefühl zu wissen, wer im Hintergrund mit den Rechnungen und Co. hantiert. 

Die fertigen Videos können Sie zum Beispiel in der Rubrik "über uns"auf Ihrer Website veröffentlichen, oder Sie in die Signatur Ihrer Mitarbeiter integrieren. Sie werden erstaunt sein, wie viele Views solche Inbound Marketing Videos bekommen.

4. Produkt-/Service-Seiten-Videos

Eine ewig lange, ermüdende Beschreibung von Produkten bzw. Dienstleistungen ist heutzutage von wesentlich geringerem Interesse als früher. Vor allem in der Awareness Phase möchte niemand sich lange Beschreibungen eines Angebots durchlesen. Menschen möchten sehen, was das Produkt kann und auf welche Weise es ihr eigenes Leben verbessert. 

Drehen Sie daher kurze Produkt-/Service-Seiten-Videos, in denen gezeigt wird, was Ihr Angebot kann. So können Ihre potenziellen Kunden einen Eindruck darüber gewinnen, wie Ihr Produkt/Service im Alltag funktioniert. Ein gutes Beispiel für ein Produkt-Video sehen Sie hier vom Philips Bartschneider 7.000:

5. Kosten-Videos

Es ist Ihnen bestimmt schon passiert, dass Sie auf eine Website gegangen sind und ganz bewusst nach dem Preis eines Produkts oder einer Dienstleistung gesucht haben und einfach nichts finden konnten. Ein sehr frustrierendes Nutzererlebnis, das vielleicht sogar darin geendet hat, dass Sie zur Website eines Mitbewerbers weitergegangen sind, dort fündig wurden und schließlich auch gekauft haben.

Um zu vermeiden, dass es Besuchern auf Ihrer eigenen Website ähnlich geht, sollten Sie Kosten-Videos drehen. Vor allem dann, wenn Sie stark individualisierte Leistungen anbieten und eher weniger standardisierte Produkte. Viele (B2B-)Unternehmen wehren sich dagegen, den Preis auf Ihrer Website anzugeben, weil es "immer darauf ankommt".

Total verständlich, da man oft nicht pauschal sagen kann, was etwas kostet und man niemanden vorschnell vergraulen möchte. Für genau diese Art von Unternehmen bieten Kosten-Videos eine ausgezeichnete Möglichkeit, über den Preis zu sprechen (über welche Themen Sie auf Ihrer Website noch sprechen sollten, erfahren Sie übrigens in unserem Artikel zu den fünf besten Blogartikel-Themen für qualifizierten Traffic und mehr Leads).

In dieser Art von Inbound Videos nennen Sie keinen exakten Preis. Viel mehr geben Sie eine Preisspanne an, damit man in etwa weiß, welche Kosten man bei einer Zusammenarbeit erwarten kann. Sie können sagen, dass ein kleiner Retainer bei Ihnen ab XY € beginnt, der durchschnittliche Kunde in einem Wert von AB € einkauft, sie aber auch große Kunden mit monatlichen Kosten von CD € bedienen.

Abschließend sollten Sie Ihre potenziellen Kunden daran erinnern, dass es natürlich immer darauf ankommt und Sie sehr gerne ein unverbindliches Angebot erstellen. Auf diese Art verraten Sie keine genauen Preise, geben Ihren potenziellen Kunden allerdings schon eine grobe Richtschnur, die oft maßgeblich darüber entscheidet, ob Ihr Unternehmen weiterhin Teil der Customer Journey Ihres potenziellen Kunden ist.

7 Grundsätze für erfolgreiches Inbound Marketing Leitfaden für B2B-Unternehmen

6. Faktencheck-Videos

Bestimmt stellt Ihr Unternehmen gewisse Behauptungen auf. Beispiele hierfür könnten sein: "Unser Kundenservice ist immer für Sie im Einsatz", "Wir sind einer der beliebtesten Arbeitgeber für junge Menschen", oder "Wir sind die Experten, wenn es um XYZ geht". Solche Behauptungen sind schön und gut, doch auch abgedroschen.

Ist Ihr Kundenservice tatsächlich 24/7 im Einsatz? Arbeiten wirklich viele junge Menschen gerne in Ihrem Unternehmen? Sind Sie wahrhaftig die Experten schlechthin in Ihrem Bereich? Drehen Sie Videos, in denen Sie Ihre wichtigsten Behauptungen wie Hypothesen auf deren Richtigkeit prüfen. Zeigen Sie - um bei den vorhergehenden Beispielen zu bleiben - wie ein ganzer Tag in Ihrem Kundenservice aussieht, interviewen Sie Menschen unter 30 in Ihrem Unternehmen und zeigen Sie, warum diese genau bei Ihnen arbeiten möchten.

Solche Videos liefern nicht nur Fakten für Ihre Behauptungen, sondern unterstreichen Ihre Behauptungen auch noch. Versuchen Sie in der Produktion dieser Videos stets sympathisch, kompetent und beratend (keineswegs belehrend) bei Ihrem Publikum anzukommen.

7. Social Proof-Videos

Die letzte Kategorie der wichtigen Inbound-Marketing-Videos stellen Social Proof-Videos dar. Ein Beispiel: Vermutlich haben die meisten von Ihnen schon einmal bei Amazon gekauft. Sie suchen nach etwas, klicken auf eines der angezeigten Produkte und sehen sich die Informationen auf der Seite an. Lieferzeit, Versandkosten, etc. Das wichtigste Kriterium, das darüber entscheidet, ob Sie etwas in den Warenkorb geben, sind die Kundenrezensionen. Erhält ein Produkt viele schlechte Rezensionen, ist es relativ schnell für Sie uninteressant und Sie suchen nach einer Alternative.

Social Proof-Videos sind am Ende des Tages nichts anderes als der Gedanke solcher Kundenrezensionen in Form von Videos. Auch bei Amazon findet man bereits häufig Beispiele für Testimonial Videos, bei denen sich Kunden dabei filmen, wie sie ein neues Produkt auspacken und zum ersten Mal anwenden, aufbauen, etc.

Nutzen Sie für die Produktion solcher Videos zufriedene Kunden, die gerne bereit sind, über Ihre Erfahrungen mit Ihrem Produkt/Service zu sprechen. Diese Art von Inbound-Videos helfen Ihnen nicht nur dabei, potenzielle Kunden von Ihrem Angebot zu überzeugen, sondern drücken auch Wertschätzung gegenüber Ihren bestehenden Kunden aus. 

Essenzielle Videos im Inbound Marketing

B2B-Unternehmen brauchen eine Video-Strategie. Inbound Video Content ist ein sehr mächtiges Werkzeug im Kampf um die Aufmerksamkeit in der digitalen Kommunikation. Sie sprechen damit Ihre potenziellen Kunden auf interaktive Art und Weise an und bieten eingängige Hilfestellung entlang der Buyer's Journey.

Diese sieben Inbound Marketing Videos sollten Sie dafür unbedingt auf Ihrer Website bzw. entlang Ihres Funnels nutzen. Wir empfehlen Ihnen, zuerst mit einem 80-Prozent-Video sowie einem Kosten-Video zu starten: Mit diesen beiden Video-Arten decken Sie bereits einen großen Teil der Fragen Ihrer Kunden ab und helfen so auch Ihrem Vertrieb, Deals schneller und besser abzuschließen. Inbound Marketing Guide 2023:  Ein branchen- und industrieübergreifender Leitfaden mit Checklisten, Vorlagen und nützlichen Tools für B2B-Unternehmen

Christine Betschel

Über Christine Betschel

Halb Österreicherin, halb Südafrikanerin, die liebt Flamenco zu tanzen, Indie-Folk zu singen und ohne Rezept zu kochen.