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Warum Social Media Marketing nicht gleich Inbound Marketing ist

by Christine Betschel
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 social media und inbound marketing.jpg

“But when I saw you, I knew... We go together, like a wink and a smile.”

Das sind die Lyrics in einem entzückenden Lied vom Film Sleepless in Seattle (welchen ich über Weihnachten seit langem wieder gesehen habe). Witzigerweise musste ich an genau dieses Lied denken, als ich angefangen habe diesen Beitrag zu schreiben. Hört sich zuerst sehr abstrakt an, aber lassen Sie es mich erklären.

Oft glauben Menschen, dass Social Media Marketing und Inbound Marketing austauschbar sind. Zum Beispiel, wenn ich erkläre was ich beruflich mache, kommt manchmal der Kommentar, ‘Ah ja, du machst Social Media.’ Und einerseit stimmt das ja auch (ich bin für Social Media bei Take Off PR zuständig), aber das ist nur ein kleiner Teil von dem was wir machen.

Das heißt aber auch nicht, dass Social Media nicht wichtig ist. Es soll eine unterstützende Funktion erfüllen und es hat ein paar sehr wichtige Ziele (mehr dazu später).

Also, diese beiden können sehr gut miteinander kombiniert werden und noch wichtiger, sie verstärken sich gegenseitig. Genauso wie ein Zwinkern ein Lächeln verstärkt und umgekehrt ;).

In diesem Beitrag will ich zeigen, warum Social Media Marketing nicht gleich Inbound Marketing ist, und wie diese Beiden am besten zusammenarbeiten können, um nicht miteinander zu konkurrieren.

Die wichtigsten Gemeinsamkeiten

Heutzutage haben wir als Marketer so viele unterschiedliche Tools und Methoden auf die wir zugreifen können. Aber wenn man diese willkürlich verwendet, ohne eine Strategie dahinter zu haben, dann kommt man nicht sehr weit. Und das gleiche gilt für diese Zwei. Sowohl Social Media als auch Inbound Marketing brauchen eine Strategie und klare Ziele.

Das ist die erste wichtige Gemeinsamkeit. Diese beiden sind sehr komplex und brauchen Zeit, Mühe, und Investment und dadurch auch eine Strategie, um richtig zu funktionieren.

Unternehmen brauchen für diese aber nicht nur eine Strategie sonder auch ein Budget. “Social Media ist nicht gratis, es bedarf Zeitaufwand (also Human Resources) und es bedarf auch ein Budget. Ohne macht es keinen Sinn anzufangen.” (Mathias Haas)

Ähnliche Fehler können auch von beiden gemacht werden. Manche Unternehmen entscheiden sich mit Social Media Marketing oder Inbound Marketing anzufangen, aber unterschätzen wie viel Arbeit es eigentlich braucht um ständig weiter zu machen.

“Oft höre ich von Unternehmen,  ‘ja wir wollen jetzt Social Media starten da suchen wir uns einen Studenten der macht das schon, weil der kennt sich schon aus'.” - Mathias Haas

Und zu guter Letzt, Qualität steht bei beiden an höhere Stelle als Quantität. Obwohl manche glauben, dass viele Follower, Likes und Traffic am wichtigsten sind, geht es aber in Wahrheit darum, wie man an sein Ziel kommt. Und wenn das Ziel ist, mehr qualifizierte Leads zu gewinnen, wird ein Twitter Account mit tausenden Followern auch nicht unbedingt helfen.

Die wichtigsten Unterschiede

Es gibt natürlich viele Vorgehensweisen in diesem Bereich. Manche entscheiden sich dafür, nur Social Media Marketing zu machen, ohne eine eigene, unabhängige Webseite zu haben -- aber wir würden stark davon abraten.

Sie fragen sich jetzt vielleicht, warum wir Ihnen davon abraten Ihren Content nur auf Social Media zu publizieren? Mehr dazu in diesem Artikel, aber kurz gesagt, wenn Sie auf einer ‘fremden’ Plattform arbeiten, gehört Ihr Content nicht mehr Ihnen und Sie müssen sogar dafür bezahlen, dass dieser gesehen wird.

Aber ich komme vom Punkt ab… Oben habe ich ja schon ein paar Gemeinsamkeiten erklärt, aber was sind jetzt eigentlich die Unterschiede?

Unserer Meinung nach ist einer der wichtigsten Unterschiede folgender: Social Media sollte nur ein Teil von der Marketingstrategie sein. Das heißt, Social Media ist einer der Kanäle und Tools in der Inbound-Methodik. Aber es verliert dadurch nicht an Wichtigkeit. Jeder Teil einer Inbound Marketing Strategie ist wichtig und bildet die Summe -- eine Kette ist eben so schwach, wie das schwächste Glied.

Inbound Methodology.png

Zweitens haben Social Media und Inbound Marketing verschiedene Zwecke und Anwendungsgebiete.

Social Media ändert sich sehr schnell, weil immer neue Plattformen hinzu kommen. Content den man auf Social Media publiziert, hat die Tendenz sehr schnell wieder zu verschwinden (speziell bei Twitter ist das der Fall). Im Gegensatz wird ein Evergreener Artikel auf der eigenen Webseite immer wertvoller und Visitor finden ihn immer wieder durch gezielte Suche.

Andererseits kann Social Media einen Dialog zwischen dem Leser und dem Brand herstellen. Natürlich gibt es die Möglichkeit einen Blogpost zu kommentieren, aber es wird trotzdem viel bereitwilliger auf Social Media Plattformen kommentiert.

Noch dazu wird mit Menschen kommuniziert die in verschiedenen Phasen der Buyer’s Journey sind. Zum Beispiel, User müssen ja erst einmal eine Facebook Page liken bevor sie Updates bekommen können, während sehr viele Leser eines Blogbeitrages zeitweise nicht einmal wissen wie der Firmenname lautet.

“Most of the people with whom you are communicating in social are your current customers [...] that makes social primarily a loyalty and retention play, not a straight customer acquisition play.” - Jay Baer

Das heißt der Fokus sollte für beide ein anderer sein. Vereinfacht gesagt, Content auf dem eigenen Blog sollte dafür da sein ein Publikum aufzubauen und Social Media, mit diesem Publikum zu kommunizieren.

Und damit komme ich auch schon zum nächsten Punkt -- wie diese Zwei am besten zusammenarbeiten können.

Tipps damit diese am besten zusammen funktionieren

Wenn man einmal verstanden hat welchen Zweck diese beiden in der Inbound-Methodik haben, ist es viel klarer wie sie am besten zusammen funktionieren.  

Promotion Tool

Im Idealfall wird frischer Content regelmäßig auf der eigenen Webseite publiziert. Dieser muss SEO freundlich sein, präzise Topics beinhalten, usw. Dann kommt Social Media ins Spiel. Damit diese Beiträge und Videos von mehr Menschen gesehen werden, wird Social Media als Promotion Tool verwendet - das ermöglicht eine höhere Reichweite.

User Generated Content

Wenn viele an Social Media denken, fällt ihnen in erster Linie ein ihren Content weiter zu verbreiten, aber es geht noch einen Schritt weiter. Stichwort - User Generated Content. Das heißt, man kann nicht nur seinen eigenen Content verbreiten, sondern auch neuen Content von Fans und Follower bekommen.

“Provide opportunities for your network to create their own content. Run promotions involving user generate[d] articles, videos, images or other content that can be shared, promoted and recognized.” (siehe Artikel)

Brand Awareness

Social Media bietet auch eine sehr gute Möglichkeit die Bekanntheit Ihrer Marke zu fördern. Dazu können Sie Team Photos posten, News Updates schreiben und mit den Usern direkt kommuniziert.

Community Engagement

Wie schon oben gezeigt, werden diese Plattformen nicht nur in der Anwerbungsphase, sonder auch in der Pflegephase verwendet. In der Pflegephase bleibt man mit den vorhandenen Kunden in Kontakt und beantwortet die Fragen die sie haben. Das heißt, Ihre Kunden werden dann hoffentlich zufriedene Kunden, die Sie gerne weiterempfehlen.

Content Planung

Und hier kommen wir wieder zurück zum Anfang - Content Produktion. Da diese Plattformen einen direkten Kontakt zu Ihren Kunden und potentiellen Kunden herstellen, können daraus neue Ideen und Erkenntnisse entstehen, wie Sie Ihren neuen Content bestmöglich planen und verfassen.  

Fazit

Es sollte von Anfang an sehr klar sein, was Social Media kann und was es nicht kann. Wenn man Social Media getrennt von der Inbound-Methodik verwendet, ist es viel schwieriger die komplette Buyer's Journey abzudecken (geschweige denn, wie wichtig es ist eine eigene, unabhängige Webseite zu haben). Andererseits, ohne Social Media wäre es viel schwieriger zu wissen, wie der Content ankommt und was man gegebenenfalls ändern sollte.

Viele von Ihnen wundern sich jetzt, warum ich dieses Thema - das schon für manche so klar ist - behandle. Und die einfache Antwort ist folgende: wir hören trotzdem immer wieder diese Verwechslung, also war es an der Zeit diesen Beitrag zu schreiben.

Wie schon vorher gesagt, Social Media und Inbound Marketing sind wie ein Zwinkern und ein Lächeln - irgendwie ähnlich aber doch ganz anders.

Wie sehen Sie das? Haben Sie noch etwas hinzuzufügen? Schreiben Sie uns hier oder auf unserer Facebook, LinkedIn oder Twitter Seite einen Kommentar ;)

 

Content Marketing Anleitung

 

Social Media

Christine Betschel

Christine Betschel

Halb Österreicherin, halb Südafrikanerin, die liebt Flamenco zu tanzen, Indie-Folk zu singen und ohne Rezept zu kochen.

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