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7 Gründe warum Ihr Unternehmensblog nicht gelesen wird

Von Samuel Bredl / März 13, 2020

Viele Unternehmen haben mittlerweile den Begriff "Inbound Marketing" aufgeschnappt und beginnen jetzt wie wild zu bloggen. Dennoch bemerken nur wenige einen Gewinn und sehen daher Bloggen als ein ineffektives Marketing Tool. Der häufigste Grund, warum ein Unternehmensblog nicht funktioniert ist, dass sich Blogs von Unternehmen größtenteils nur um deren eigene Produkte und Services drehen. Woran es noch liegen kann, dass Sie keinen Erfolg mit Ihrem Unternehmensblog haben? Hier erfahren Sie es!

1. Nobody cares about your products!

"For years, I've been saying that to create great Web content, you need to always be thinking: Nobody cares about my products and services except me and the others in my organization." - David Meerman Scott (Inbound Marketing Guru)

Wie schon in der Einleitung erwähnt, darf es auf Ihrem Unternehmensblog nicht um Ihre Produkte bzw. Services gehen, denn diese interessieren niemanden. Diesen Satz muss man erst einmal verdauen. Doch wenn man darüber nachdenkt, ergibt das durchaus Sinn. Menschen, die im Internet nach etwas suchen, sind nicht (sofort) an Produkten interessiert, sondern möchten sich zunächst informieren.

Es gilt in diesem Zeitpunkt hilfreiche und werbefreie Informationen entlang der Buyer’s Journey zur Verfügung zu stellen, Fragen zu beantworten und Probleme zu lösen. Dafür ist Ihr Unternehmensblog da. Schließlich suchen Menschen nicht in erster Linie nach Produkten, sondern nach Lösungen für Ihre Probleme. Produktbezogene Informationen sind natürlich nach wie vor relevant, allerdings ist ein Unternehmensblog dafür oft die falsche Stelle.

2. Ihr Unternehmensblog ist kein Firmentagebuch!

Ihr Unternehmensblog soll Ihren Besuchern dienen, nicht Ihrer Firma. Interne Meldungen und Jahresfeiern mögen für Mitarbeiter interessant sein, haben hier allerdings nichts verloren. Ähnlich ist es mit Presseaussendungen. Wie der Name bereits sagt, sind diese für die Presse bestimmt und nicht für zukünftige oder bestehende Kunden. Eine Presseaussendung hat einen völlig anderen, wenig persönlicheren Ton, als ein Blogbeitrag. Wenn Sie das nächste Mal einen Blogbeitrag schreiben, überlegen Sie sich: Was lernt meine jeweilige Buyer Persona in diesem Artikel und welche Fragen beantworte ich für sie?

Neuer Call-to-Action

3. Sie haben keine Content Strategie

Nach dem Gießkannen-Prinzip Blogbeiträge zu erstellen, hat vielleicht in den Anfängen des Internets funktioniert. Mittlerweile muss Ihr Unternehmensblog allerdings so durchdacht, interessant und klug aufgezogen sein, da reicht es nicht mehr, “schnell mal einen Beitrag zu veröffentlichen”. Um es auf den Punkt zu bringen: Sie brauchen eine Content Strategie. Viele Unternehmen behaupten, eine Content Strategie zu haben. Sobald wir allerdings nachfragen, ob sie uns das Dokument zuschicken könnten, stoßen wir auf fragende, verlegene Gesichter. 

In einer Content Strategie geht es darum, einen Fahrplan zu entwickeln, der aufzeigt, mit welchen relevanten Inhalten Sie möglichst viele potenzielle Kunden in allen Phasen des Kaufprozesses auf Ihre Website bringen können. In diesem umfassenden Beitrag erfahren Sie, wie Sie in 10 Schritten eine Content Strategie erstellen können. 

4. Sie bloggen sporadisch 

Bloggen Sie nicht nur zu Ostern und Weihnachten! Es benötigt Regelmäßigkeit und Zeit bis Besucher merken, dass Ihr Unternehmensblog verlässlich und regelmäßig zu einem bestimmten Thema erscheint. Bloggen Sie daher in regelmäßigen Abständen und mindestens einmal pro Woche. Idealerweise natürlich öfters. Wenn Sie intern zu ausgelastet sind, lassen Sie Blogger oder Journalisten Beiträge für Sie schreiben. Einen guten B2B-Blogbeitrag bekommen Sie ab ca. €250. Wenn Sie diesen gut pflegen und regelmäßig updaten, bringt er Ihrem Unternehmen laufend neue Besucher, Leads und Kunden.

5. Marketeers eignen sich oft schlecht als Blogger

Um das klar zu stellen: Marketeers sind nicht generell schlechte Blogger. Traditionelle Marketing Fähigkeiten sind jedoch nicht immer von Vorteil, wenn es darum geht persönlich, transparent und neutral zu schreiben. Schließlich arbeiten Sie in vielen Bereichen sehr produkt-zentriert und es fällt Ihnen beim Verfassen von Blogbeiträgen gar nicht auf, dass Ihr Text super werblich geschrieben ist. 

Wir selbst merken, dass es Kunden, die aus dem Marketing Bereich kommen, schwieriger haben, als die aus anderen Sektoren. Wenn Sie als Marketingleiter für Ihren Unternehmensblog zuständig sind, nehmen Sie besser die Rolle des Editors ein und bitten andere Mitarbeiter Ihr Fachwissen bereitzustellen.

6. Sie teilen zu wenig Wissen 

Ein häufiger Grund, warum Unternehmensblogs nicht funktionieren, ist der, dass sie nicht relevant genug sind, weil sie zu wenig Wissen beinhalten. Viele Unternehmen möchten zwar einen Blog haben, wollen aber nicht zu viel verraten. Dies hauptsächlich, da Sie Angst vor dem Mitbewerb haben. An dieser Stelle: Ja, Ihr Mitbewerb wird ziemlich sicher Ihren Unternehmensblog lesen. Und ja, es wird wohl auch vorkommen, dass Ihr Mitbewerb Ideen von Ihnen kopiert. Doch nur so können Sie Expertise beweisen und Ihren Kunden zeigen, dass Sie Ahnung von Ihrem Thema haben!

Schreiben Sie über Ihr Fachwissen, geben Sie Tipps und stellen Sie kostenlose Downloads zur Verfügung. Ihre Besucher werden Ihnen dankbar sein und die Angst bezüglich Ihrer Mitbewerber müssen Sie einfach überwinden. Schließlich würde es die vielen hervorragenden Unternehmensblogs nicht geben, wenn alle Angst vor ihrem Mitbewerb hätten und nur wenig Wissen teilten. 

7. Sie verwenden keine Call to Actions

Wenn eines der Ziele Ihres Unternehmensblogs ist, dass Sie Leads und (in weiterer Folge) neue Kunden über den Blog bekommen, dann sind Call to Actions essenziell. Dabei handelt es sich um interaktive Schaltflächen, die Ihre Besucher auf eine Landingpage weiterleiten. Auf dieser Landingpage erfolgt die Dateneingabe der Besucher (also die Leadgenerierung für Sie), um im Gegenzug dafür ein Stück Premium Content zu bekommen. 

Auf diese Weise bekommt Ihr Inbound Marketing Team wertvolle, neue Kontakte. Diese werden in einem weiteren Schritt qualifiziert und gegebenenfalls mit zusätzlichen Blogbeiträgen und anderen Contents informiert (Leadnurturing) bis sie eine Kaufbereitschaft zeigen. Dann werden Sie an den Vertrieb übergeben, um den Deal abzuschließen. Sie möchten gerne mehr darüber erfahren? Hier lesen Sie, wie Sie Ihre Website in eine Leadgenerierungsmaschine verwandeln

Fazit: Warum Ihr Unternehmensblog keinen Erfolg bringt

Wie Sie nun wissen, kann es an einer Reihe von Faktoren liegen, dass Ihr Unternehmensblog nicht gelesen wird. Zusammenfassend: Ihr Blog sollte keine Pinnwand für Firmenaktivitäten und keine Beweihräucherung Ihrer Produkte bzw. Leistungen sein. Arbeiten Sie eine Content Strategie aus und teilen Sie relevante, nützliche Inhalte mit Ihren Website-Besuchern. Vergessen Sie nicht, Call to Actions mit Premium Content einzubauen, um hochwertige Leads zu generieren. 

Falls Sie sich trotz unserer Tipps und Gründe nicht sicher sind, warum Ihr Unternehmensblog nicht funktioniert, dann können Sie hier ein Marketing Assessment buchen:

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Samuel Bredl
Über Samuel Bredl

Samuel Bredl hat Publizistik studiert. Für seine Bachelor Arbeit ist er extra nach Sofia geflogen, um den Marketing-Guru David Meerman Scott zu treffen. Auf seiner Website findet man eine lustige Geschichte dazu.