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Wie Sie das HubSpot Social Media Tool bestmöglich nutzen

Jeder der auch nur im entferntesten Sinne mit Social Media Publishing zu tun hat, weiß, dass es viele Aspekte und Feinheiten gibt, auf die man eingehen kann und soll. Leicht könnte man Stunden lang Kampagnen designen, schreiben und publizieren. 

Aber wie können Sie die gleiche Wirkung erzielen und trotzdem weniger Zeit dafür brauchen?

In diesem Beitrag will ich Ihnen zeigen, wie ich das Social Media Tool von der Marketing Automation Software HubSpot im Arbeitsalltag verwende. Ich werde einzeln auf die drei Bereiche eingehen – Manage, Monitor und Analyze – und erklären, warum jedes essenziell ist.

Social Media Tool: Grundeinstellungen

Zuerst einmal ist es wichtig zu wissen, warum Sie überhaupt auf Social Media posten.

Ein paar Gründe wären:

  • Die Reichweite Ihres Contents auszuweiten
  • Brand Awareness zu steigern
  • Direkt mit Kunden oder potenziellen Kunden zu kommunizieren
  • Käufer anzuziehen

Und natürlich sollten Sie dabei Ihre Unternehmensziele und Buyer-Personas im Kopf behalten. Anders gesagt, sollte es Teil der gesamten Inbound-Marketingstrategie sein.

Diese Gründe könnten auch helfen Ihr Team davon zu überzeugen Ihre eigenen Social Media Profile in HubSpot zu verknüpfen.

Einstellungen

Social Media Einstellungen

Der wichtigste dieser Tabs ist ‘Accounts’. Hier können Sie und Ihr Team die gewünschten Konten verbinden und auch gleich die Berechtigungen einstellen.

Social Media Accounts

Bei ‘Blog Auto-Publish’ kann der Blog ausgewählt werden. Das heißt, immer wenn ein neuer Beitrag erscheint, wird dieser automatisch auf den ausgewählten Social Media Konten veröffentlicht. Das nenne ich mal eine Zeitersparnis :)

Wenn ‘Share’ ausgewählt ist, dürfen alle anderen Nutzer in Ihrem Portal von diesem Konto aus posten. (Natürlich, nur wenn sie die entsprechenden Berechtigungen haben). Hier finden Sie detailliertere Informationen dazu.

Außer Accounts gibt es noch folgende Tabs, wo Sie die Social Following Icons verwalten (Follow Me) und die E-Mail Benachrichtigungen einstellen können (Email Notifications). Und bei ‘Publishing’ können Sie den Zeitplan anpassen, damit Ihre Posts am ehesten von Ihrem Publikum gesehen werden. Und wenn Sie merken, dass eine bestimmte Zeit gar nicht funktioniert, können Sie diese aus dem Zeitplan löschen.

Extra Tipp: Ich würde vorschlagen ‘Publish like a human’ einzuschalten, damit Ihre Posts spontan und eben menschlich wirken. Praktisch bedeutet das: “Ihre Beiträge werden zu verschiedenen Zeiten innerhalb von 10 Minuten nach der von Ihnen gewählten Zeit veröffentlicht.”

Manage: Publishing Tool

Zuerst beginne ich hochqualitativen ‘Curated Content’ zu finden. Das gibt mir eine Übersicht darüber, welche Themen gerade aktuell sind.

‘Curated Content’ aus dem Grund, weil wir nicht nur unseren eigenen Content posten wollen – es gibt viele andere wertvolle Quellen zum Thema Inbound Marketing. In diesem Beitrag sind einige aufgelistet.

Danach wähle ich sorgfältig aus, welche unserer Beiträge, Landing Pages oder Events ich promoten will. Diese werden dann auch im Publishing Tool eingepflegt.

Ich mache das, indem ich auf ‘Create social post’ klicke, das gewünschte Netzwerk auswählen und entweder den Link hineinkopiere oder auf das ‘Attach content’ Symbol klicke:

Publishing Tool

Bei Published sind die Posts, die schon veröffentlicht worden sind. Diese kann man natürlich filtern, sodass die Posts mit den meisten ‘Clicks’ oder mit den meisten ‘Interactions’ zuerst aufscheinen. Das hilft mir dabei zu erkennen, was besonders gut funktioniert hat.

Es gibt auch eine Kalenderansicht, die es einem erlaubt, Postings einzufügen oder mittels Drag-and-Drop auf einen anderen Tag zu verschieben.

Extra Tipp: Klonen Sie die Posts, die am besten funktioniert haben.

 

Hubspot kennenlernen

 

Social Monitoring und Social Listening

Als allererstes ist es hilfreich zu verstehen, dass Social Listening und Monitoring nicht das Gleiche sind, ähnlich, aber nicht gleich.

Hier eines der klarsten Definitionen die ich hierzu gefunden habe:

“Social media monitoring = Caring for your customers by monitoring social media for messages directly related to your brand and responding to those messages appropriately.

Social media listening = Understanding your audience and improving campaign strategy by accessing the full spectrum of conversation around your industry, brand, and any topics relevant to your brand."

Beide dieser Komponenten werden im Monitoring Tab möglich gemacht.

Bei ‘Inbox Streams’ werden Informationen gesammelt wiedergegeben. Diese haben aber direkt mit den verknüpften Social Media Konten zu tun.

Dieser Abschnitt hilft mir, einen klaren Überblick zu behalten, wer, was, wann retweetet hat, wem folgt, einen Kommentar geschrieben hat usw. Ein klarer Überblick wird umso unabdingbarer, desto mehr Social Media Accounts im Tool verbunden sind.

Inbox streams

Aber ich kann mir hier nicht nur einen Überblick verschaffen, sondern auch handeln. Ich kann von dieser Ansicht schnell auf Kommentare antworten, einen Retweet liken oder selber etwas retweeten.

Bei ‘Twitter Streams’ können ganz bestimmte Streams mit Keywords und erweiterter Einstellung erstellt werden. Diese umfassen eine breitere Auswahl an Social Posts. (Das würde daher eher unter Social Listening fallen).

Wenn mal ein paar gute Streams eingestellt sind, dann bildet sich eine Sammlung an sehr spannenden Tweets, die für Ihre Branche oder Ihr Unternehmen informativ sein können. Und auch so werden User, die an Ihrer Firma / Ihrem Service interessiert sein könnten, sichtbarer.

Dieser Abschnitt ist nicht nur für das Beobachten da, sondern man kann auch gleich kommentieren, retweeten oder antworten. Wichtig: Bei ‘interacting as’ entscheidet man, von welchem Account aus man diese Interaktion macht.

Und an letzter Stelle ist ‘Competitor Streams’. Hier wird es möglich gemacht zu erkennen, welche Postings Ihrer Mitbewerber besonders gut funktioniert haben und daraus Rückschlüsse zu ziehen.

Extra Tipp: Wenn Sie einen Monitoring-Stream aufbauen, benutzen Sie die ‘Advanced Options’. Das ist besonders hilfreich, wenn Sie die Sprache des Streams einstellen möchten. Dies kann sich für uns im DACH Raum als sehr hilfreich erweisen.

Analyze

Bei einem unserer Planungstreffen, haben wir anhand dieser Reports entschieden, uns mehr auf LinkedIn und Facebook zu konzentrieren und die Menge der Twitter Postings zu halbieren. Das kam daher, weil uns die Leads wichtiger sind, als die Visits und wir mehr Leads von Facebook und LinkedIn generieren konnten als via Twitter (obwohl Twitter die meisten Visits brachte).

Ohne Reports wäre es unmöglich zu diesem Entschluss zu kommen. Hier sehen wir wieder wie wichtig Analytics für Inbound Marketing ist.

Zusätzlich gab es Mitte 2019 ein Update im Tool, dass auch die Posts, die nicht direkt in HubSpot veröffentlicht wurden, analysiert. Hier die Definition:

“With 'publish anywhere' reporting in the social media tool, marketers can now report on the success of their social campaigns from within HubSpot regardless of whether they made the post within HubSpot, directly on the social platform, or even within a different social media tool. This update makes HubSpot a one-stop-shop for all your social reporting needs.”

Reports im Detail

Als nächstes werde ich erklären was in jedem Report angeziegt wird.

Audience

Hier wird die Anzahl der Follower für jedes Ihrer sozialen Konten angezeigt (mit Ausnahme von Facebook, das die aktuelle Anzahl der Likes anzeigt).

Published Posts

Hier sehen Sie wie viele Posts in einem bestimmten Zeitraum veröffentlicht worden sind. Das kann auch mit einem vorherigen Zeitraum verglichen werden. Siehe z.B. hier:

published posts

Interactions

Dieser Abschnitt zeigt die Anzahl der Likes, Reaktionen und Kommentare zu Ihren veröffentlichten Beiträgen. Dazu gehören auch Beiträge, die in Ihren verbundenen Konten außerhalb von HubSpot veröffentlicht wurden (“publish anywhere”). Die Twitter-Retweets finden Sie unter 'Shares'.

interactions

Clicks

Hier wird die Anzahl der Klicks auf die über HubSpot veröffentlichten Beiträge angezeigt. Zusatz- Info: Instagram und YouTube werden nicht berücksichtigt.

Shares

Dies zeigt die Anzahl der veröffentlichten Beiträge, die freigegeben wurden, einschließlich Twitter-Retweets. Auch hier gehören Postings dazu, die in Ihren verbundenen Konten außerhalb von HubSpot veröffentlicht wurden.

Impressions

Dies zeigt die Anzahl der Ansichten, die auf Ihren LinkedIn-, Facebook- und Instagram-Firmenseiten eingegangen sind. (Auch hier gehören Postings dazu, die in Ihren verbundenen Konten außerhalb von HubSpot veröffentlicht wurden).

impressions

Sessions

Dies zeigt die Anzahl der Website Sessions, die durch Social Media generiert wurden. Beiträge, die diese Sitzungen ausgelöst haben, könnten jederzeit veröffentlicht worden sein (von Ihnen oder von jemandem, der auf Ihre Website verlinkt hat).

Top Posts

Hier können Sie ganz einfach Posts nach Interactions, Impressions, Shares und Clicks filtern.

tops posts

Custom Reports

Und natürlich, wenn Sie etwas bestimmtes “reporten” wollen, sind im HubSpot Reporting-Tool fast keine Grenzen gesetzt.

Extra Tipp: Bei den Einstellungen (oben erwähnt) können Sie E-Mail Notifications einrichten, damit Sie diese Daten in Ihre E-Mail Inbox bekommen. Ich erhalte z.B. 1 Mal im Monat eine Report E-Mail.

Ergänzende Online-Tools

Auch externe Tools können eine unterstützende Rolle spielen.

Zum Beispiel ist es empfehlenswert, nicht nur die vorhandenen Beitragsbilder zu verwenden, sondern auch neue Bilder zu kreieren. Zwei meiner Lieblings-Tools sind folgende:

  • Pablo by Buffer: Wenn nur ein Bild mit Text-Overlay gebaut wird und es schnell gehen muss.
  • Canva: Wenn detailliertere Designs gebraucht werden z.B. für Online-Event Einladungen.

Und schließlich, wenn ich aus irgendeinem Grund auf den ersten Blick keinen guten Curated Content finde oder zu einem bestimmten Thema etwas suche, dann benutze ich Buzzsumo. Dieses Tool findet populäre und viel geteilte Artikel zu bestimmten Themen.

HubSpot Social Media Tool effizient nutzen

Wie wir ein Werkzeug nutzen kann einen beachtlichen Unterschied machen. Denken Sie daran, wie viele Arten es gibt, eine Füllfeder zu halten. Zum Beispiel habe ich, da ich Linkshänderin bin, in der Schulzeit meinen Arm gezielt verbogen, um sicherzustellen, dass ich meine eigene Schrift nicht wieder verwische. Jetzt nutze ich eher Kugelschreiber ;)

Und genau so kann es mit diesen digitalen Tools sein – Sie haben zwar alles griffbereit aber nutzen Sie diese wirklich zur vollsten Kapazität?

Wenn ich mir vorstelle diese Social Media Postings ohne dieses Tool (welches in Wahrheit mehrere Tools in einem ist) bewältigen zu müssen, wird mir ganz anders. 

Ja, es wäre beinahe so als ob ich diesen Beitrag hier auf einem Blatt Papier schreiben müsste... jedes Typo, jede Änderung ein neues Blatt Papier. Außerdem ist es sehr praktisch auf einer Tastatur zu schreiben – sie wird sicherlich keine Tinte verschmieren.

 

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Christine Betschel

Über Christine Betschel

Halb Österreicherin, halb Südafrikanerin, die liebt Flamenco zu tanzen, Indie-Folk zu singen und ohne Rezept zu kochen.