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Was ist Smart Content und wie können Sie ihn einsetzen?

“Hallo Lisa, wie ist das Wetter heute in Wien?” Könnte im Betreff eines E-Mails mit Smart Content stehen. Hubspot, die Nummer eins unter den Marketing Automation Plattformen, bietet zahlreiche Möglichkeiten an, um mit wenigen Klicks höchst personalisierten, Smart Content für Ihre User zu erstellen. Sie sollten allerdings darauf achten, es nicht zu übertreiben; Beispiele, wie das oben genannte, können schnell abschreckend wirken. Was genau Smart Content in HubSpot ist und wie Sie ihn sinnvoll einsetzen können, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Eine individuelle, personalisierte Erfahrung für jeden, der Ihre Website aufruft. Nein, das klingt nicht zu schön, um wahr zu sein, denn HubSpot bietet diese Möglichkeit mittels Smart Content. Sehen wir uns an, was damit gemeint ist.

Was ist Smart Content eigentlich?

Mithilfe von Smart Content können Sie verschiedene Versionen Ihrer Inhalte festlegen und diese anhand bestimmter Besucherkriterien ausspielen. Auf Basis impliziter bzw. expliziter Daten legen Sie also fest, wer welche Inhalte zu sehen bekommt. 

Wo findet Smart Content Anwendung in HubSpot?

Kann absolut alles personalisiert werden? Nein, das natürlich nicht. Doch diese wichtigen Interaktionspunkte mit Ihren Usern können Sie personalisieren:

  • Smart CTAs
  • Smart Forms 
  • Rich Text Module oder globale benutzerspezifische Module auf bzw. in:
    • Website Seiten
    • Landing Pages 
    • E-Mails

 

Welche Smart Rule gibt es?

Sie wissen nun, in welchen Bereichen Ihres Online Auftritts Sie personalisieren können. Doch welche Art von Information lässt sich anpassen? Insgesamt gibt es 6 verschiedene Smart Rule Kriterien:

Land

Das Land wird durch die IP-Adresse der User ermittelt. Sie können länderspezifisch Smart Content anzeigen lassen. So sieht jemand aus Deutschland beispielsweise andere Inhalte als jemand aus Österreich. 

Gerätetyp

Auch eine Personalisierung nach Gerätetyp (Smartphone, Tablet, Computer) ist möglich und kann mancherorts sehr sinnvoll sein. So können Ihre Inhalte beispielsweise auf Smartphones viel kürzer sein aufgrund des anderen Nutzungsverhaltens im Vergleich zum Computer. Den Gerätetyp bestimmt HubSpot durch den User Agent des Browsers des jeweiligen Nutzers.

Verweisquelle

Mit einer Smart Rule basierend auf der Verweisquelle zeigen Sie Ihren Besuchern Smart Content, basierend auf der Art und Weise wie sie auf Ihre Website gekommen sind. Jemand, der direkt auf Ihre Website zugreift und so vermutlich schon mit Ihnen vertraut ist, bekommt andere Inhalte angezeigt, als jemand, der über Google auf Ihrer Website landet.

Bevorzugte Sprache

Die Information der bevorzugten Sprache wird aus der im Webbrowser des Benutzers festgelegten Sprache gezogen. Dieses Kriterium kann vor allem in mehrsprachigen Ländern wie der Schweiz von Interesse sein.

Kontaktlistenmitgliedschaft

Mithilfe dieses Kriteriums können Sie Kontakten Ihrer HubSpot-Datenbank verschiedene Inhalte anzeigen, je nachdem ob sie Mitglied einer bestimmten Liste sind. Diese Listen können Sie in HubSpot ganz einfach erstellen.

Lifecycle-Phase

Dabei wird die jeweilige Lifecycle-Phase eines Kontakts Ihrer HubSpot Datenbank berücksichtigt. Diese kann sein: Subscriber, Lead, Marketing Qualified Lead, Sales Qualified Lead, Opportunity, Customer, Evangelist, Other. Das sind zumindest die Kategorien entlang des Sales Funnels, die wir bei takeoff und bei unseren Kunden definieren.

Welche Smart Rule Kriterien können Sie wo verwenden?

  E-Mail Website Pages oder Landing Pages Smart Forms Smart CTAs
Land Nein  Ja Ja Ja
Gerätetyp Nein Ja Ja Ja
Verweisquelle Nein Ja Ja Ja
Bevorzugte Sprache Nein Ja Ja Ja
Kontaktlistenmitgliedschaft Ja Ja Ja Ja
Lifecycle-Phase Ja Ja Ja Ja

Somit gibt es lediglich bei E-Mails Einschränkungen in der Verwendung von Smart Content.

Smart Content Einschränkungen bei E-Mails

Als wir begonnen haben, uns mit Smart Content zu beschäftigen, waren wir etwas frustriert, dass viele Kriterien nicht für E-Mails einsetzbar sind. Je genauer man sich jedoch damit beschäftigt, desto schneller wird klar: Alles ist möglich, manchmal braucht es eben einen kleinen Workaround.

So können Sie zum Beispiel “Land” nicht als Kriterium heranziehen. Sie können aber sehr wohl eine Liste mit allen Kontakten aus einem/ mehreren Ländern erstellen. Die Erstellung sieht so aus:

smart-content-list-membership

Die Voraussetzung dafür ist, dass Sie die Information, auf Basis derer Sie gerne Smart Content erstellen würden, auch über Ihre Kontakte haben. In manchen Fällen ist für das Erhalten der Informationen ein zusätzliches Feld in einem Formular nötig. 

Welche HubSpot Version ist für Smart Content nötig?

Beachten Sie, dass für die Verwendung von Smart-Content zumindest eine HubSpot Marketing Professional Version nötig ist. Welche Pakete es gibt und wie viel diese kosten, erfahren Sie hier: Was kostet HubSpot? Preisüberblick 2021

Fazit: Wann ist es sinnvoll, Smart Content einzusetzen?

Die Verwendung von Smart Content ist immer dann sinnvoll, wenn Sie Ihren Nutzern dadurch Mehrwert bieten und sie nicht verschrecken. Smart-Content soll nicht als Einladung verstanden werden, alles an verfügbaren Informationen gleichzeitig zur Personalisierung zu verwenden. Das lässt schnell den Eindruck entstehen, als wäre man mit einem unseriösen Unternehmen in Kontakt. 

Nutzen Sie Smart Content um Ihre potenziellen Kunden durch den Sales-Funnel zu führen und Ihnen auf Basis Ihrer Historie weiterführende Informationen zu ihren Interessen zu liefern. Auf diese Weise sind Sie hilfreich und vermitteln nicht den Eindruck einer expliziten, möglicherweise Angst erzeugenden Personalisierung.

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Lisa Panzenböck

Über Lisa Panzenböck

Reisebegeisterte Yogini mit einer Schwäche für gute Weine und kitschige Sonnenuntergänge. Digitale Medien sind ihr virtuelles zu Hause.