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Inbound 2014: 5 Gedanken, die ich mitgenommen habe

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Ich habs also geschafft zur Inbound 2014 in Boston, der größten Konferenz zum Thema Inbound Marketing / Content Marketing weltweit. 10.000 Teilnehmer, 180 Sessions und alles organisiert wie ein Rockkonzert, das 3 Tage dauert. Die Veranstaltung hat sich in den letzten Jahren jeweils verdoppelt. 2013 waren 5.000 Besucher. Neben "shiny teeths" (Zahnarzt scheint in den USA ein gutes Geschäft zu sein) und tausenden "AWESOME" (Das sagt jeder in Boston nach jedem Satz) sind das einmal die ersten Eindrücke, die ich mitgenommen habe:

1. Jetzt ist Marketing dran bei den Veränderungen durch Technologie

Nach Boston zu gehen bedeutete für mich ein Zimmer mit AirBnb buchen und täglich Uber zu nutzen. Beides war "awesome" und zeigt wie Technologie auch die Bereiche Hotellerie und Taxifahrten verändert. Vieles sonst hat sich ja bereits durch Technologie radikal verändert: Musik, Telefonieren, TV , Shoppen etc. Manches trägt auch seltsame Blüten, wie zum Beispiel, dass sich tausende Menschen vor den Apple Shops eine ganze Nacht und einen Tag anstellen, wie in der Boysten Street in Boston, um das neue iPhone 6 zu ergattern.

Jetzt trifft die Veränderung durch Technologie auch Marketing. Marketing wird "data driven". Lange genug haben wird darüber geredet, dass Marketing individueller, weniger störend und besser messbar sein muss. Jetzt gibt es endlich Marketing Automation Software, die das alles kann und die auch für jeden Marketer erschwinglich ist. Das was Amazon uns seit Jahren zeigt, ist jetzt für jede Marketingabteilung und fast jedes Unternehmen verfügbar. Unternehmen stellen rasch um. In den USA geben laut jüngster Studie State of Inbound 2014 80% der Marketer an, Inbound Marketing zu nutzen. 2013 waren es 60%. Dabei kommen die Inbound Marketer kaum an Marketing Automation Software vorbei.

2. Content Marketing trifft auf Marketing Automation und mehr

Für viele Marketer hier in Europa ist es klar geworden, dass sie mit guten Contents viel Aufmerksamkeit erreichen können. Unternehmen, wie Red Bull exerzieren das seit einigen Jahren. Es geht aber weiter. Mit Marketing Automation können wir Content noch besser anbieten, denn wir kennen unsere Prospects und wir können sie jetzt auf der Buyer's Journey besser begleiten, bis sie bereit sind einen Kauf abzuschließen.

Fast unheimlich was moderne Marketing Automation heute kann: Den richtigen Content den richtigen Besuchern anbieten.Vorlieben entdecken, bevor sich noch jemand registriert hat. Leads so zu begleiten, dass der Lead immer einen Nutzen hat und sich nicht zugespammt fühlt. Sales so unterstützen, dass Angebote dann gemacht werden, wenn der richtige Zeitpunkt ist, etc.

Inbound Marketing ist aber mehr als der Einsatz von Technologie. Es geht immer mehr um eine Haltung, die das gesamte Unternehmen einnimmt. Dabei spielt der offene und transparente Umgang intern und extern eine große Rolle. Es geht um eine neue Unternehmenskultur. Simon Sinek sprach auf der Inbound 2014 von einer neuen Führungskultur (Leaders Eat Last).

Oft hörte ich bei Gesprächen, dass so eine Kultur auch Voraussetzung für den Erfolg von Inbound Marketing ist, und dass viele Agenturen auch Aufträge ablehnen, wenn keine Inbound Kultur in einem Unternehmen gegeben ist. Für mich ist die Konsequenz aus Inbound 2014, dass wir ab sofort den Schritt über Content Marketing hinaus gehen und uns zu einer Inbound Marketing Agentur entwickeln werden.

3. HubSpot könnte das iPhone für das Marketing werden

Manche Unternehmen schaffen es ganz einfach mit Technologie in einem Segment abzuheben: Spotify, AirBnB, Uber, Skype, Apple, Amazon etc. Das passiert nicht erst jetzt im 21 Jahrhundert. Nein, auch vor unserer Zeit gab es das. Malcom Gladwell, einer der Keynote Speaker auf der Inbound 2014 brachte das Beispiel von Malcom McLean, der entgegen allen Schwierigkeiten den Containertransport durchsetzte und mit damit die Voraussetzung für den Welthandel schaffte.

Das Container Beispiel zeigt sehr gut, dass es nicht nur auf eine neues Produkt ankommt, sondern dass der Durchbruch erst kommt, wenn ein ganzes Eco-System verändert wird. McLean musste nicht nur neue innovative und auch leichtere Container erzeugen, er musste auch neue Lastkräne, ja die gesamte Logistik-Kette neu gestalten.

Ich sehe bei HubSpot ein ähnliches Vorgehen. Die Marketing Automation Software von HubSpot ist nicht nur ein innovatives Produkt, Hubspot schafft ein Eco-System rundherum. Eine Akademie bildet die Inbound Experten aus, Sales wird integriert - alles was Marketing und Sales betrifft ist mittlerweile erfasst. Mit Partneragenturen und Softwarepartnern wird ein Marketing Universum geschaffen. Mir scheint es, als könnte HubSpot auf dem Gebiet des Marketings der Durchbruch ähnlich wie Apple mit dem iPhone gelingen.

4. Der Hebel für außerordentliches Wachstum

Dharmesh Shah (CTO HubSpot) und Brian Halliagan (CEO HubSpot) genossen die 10.000 Besucher bei Ihrer Keynote. Sie hatten auch einiges mitgebracht. Viele neue Features auf der ohnehin schon geilen Marketing Automation Software und jetzt auch noch ein CRM als Freemium Modell.

Dharmesh, der CTO von HubSpot brachte die Formel für außerordentliches Wachstum auf den Punkt: Außerordentliche Menschen und außerordentliche Ziele und eine außerordentliche Unternehmenskultur. Das Ergebnis von all dem bei HubSpot ist wieder ein ordentlicher Schritt vorwärts beim Produkt selbst. Was als Bloggingsoftware mit Keyword- und Analyse Tool begann, ist jetzt die umfassendste Marketing Automation Software auf dem Markt. Mitbewerber wie Marketo und Pardot werden ihre Mühe haben, da anzuschließen.

Neu im HubSpot Portfolio sind Sidekick, ein Tool für den Vertrieb und das völlig neue CRM. Ein CRM, das es in dieser Form noch nie gab. CRMs sind ja nicht gerade der beste Freund von Vetriebsmitarbeitern, denn in der Regel bedeuten CRMs viel Arbeit durch Dateneingabe und den größten Vorteil hat der Vertriebsleiter, weil er besser steuern kann. Das CRM von HubSpot funktioniert anders. Es holt sich alle Daten selbstständig, stellt daher kaum einen Aufwand für Vertriebsmitarbieter dar und schafft unheimlich viele Einblicke in die Customer Journey. Der Vertrieb wird es lieben.

HubSpot ist auf Wachstumskurs. Der IPO von HubSpot steht bevor, wir sind alle gespannt, was der nächste Schritt ist. Mir scheint es, dass viele Unternehmen und Agenturen mit diesem Wachstum partizipieren wollen. Warum auch nicht?

5. Kein Kompromiss bei Qualität und Inbound Mitarbeiter gesucht

HubSpot hat derzeit schon mehr als 2.000 Partner Agenturen weltweit. Das wertvollste an der Inbound 2014 war für mich einige der besten HubSpot Partner Agenturen zu treffen und mit Ihnen über Erfolg und Misserfolg zu plaudern. Die sind alle ein offenes Buch und beantworten dir jede auch noch so unternehmensinterne Frage. Zwei Erfolgsthemen ziehen sich durch alle meine Gespräche, die ich führen konnte: Qualität (vor allem beim Content) und die richtigen Mitarbeiter.

Inbound Agenturen weltweit haben erkannt, dass die durchgehende Qualität des gesamten Inbound Prozesses die Voraussetzung für den Erfolg ist. Dabei geht es auch um die Kontrolle des gesamten Prozesses. Das beginnt bei der strategischen Planung, bei der Produktion von Content bis hin zur Leadgenerierung und dem Leadnurturing. Die erfolgreichen Agenturen erbringen um die Qualität sicher zu stellen auch meistens alle Leistungen für Inbound Marketing in einem Paket selbst. Wenn in der gesamten Kette der Dienstleistungen nur ein Glied, wie zum Beispiel die Website-Entwicklung nicht funktioniert, stottert die Maschine. Für uns als noch kleine Inbound Agentur eine ziemliche Herausforderung, die wir aber gerne annehmen.

Weltweit stehen alle Agenturen vor der großen Herausforderung gute Talente für Inbound Marketing zu finden. Bei jedem Gespräch mit einer Agenturleiterin oder einem Agenturleiter kamen wir ziemlich bald auf das Thema, wie wir zu den richtigen Mitarbeitern kommen. HubSpot selbst sucht derzeit viele Mitarbeiter im neuen europäischen Headquarter in Dublin und ich hörte, wie schwierig es auch für HubSpot ist richtige Leute zu finden.

Die Anforderungen an gute Marketing und Sales Mitarbeiter hat sich mit Inbound ziemlich geändert. Marketing ist ein kreativ-technischer Job mit hohen sozialen Anforderungen geworden. Brian Halligan ging in seiner Keynote darauf ein, dass er heute diese Eigenschaften sucht, wenn er Inbound Mitarbeiter einstellt: Smart, motivated, helpful und transparent. Was er damit meint, können Sie in der Inbound Keynote Speech auf Youtube von Brian Halligan ansehen.

Es gibt noch keine Inbound Ausbildung. Die HubSpot Akademie kann die Basisausbildung abdecken, dann bleibt nur Learning by Doing. Gott sein Dank, gibt es bereits Kunden, die das mit uns tun wollen. Sicher nicht zum Nachteil der Kunden, denn "The early Bird gets the Worm"

Das waren 5 Gedanken von der Inbound 2014 in Boston. Mehr gibt es in den nächsten Blogbeiträgen. Wer kommt mit zur Inbound 2015, 2016, 2017?

HUG Wien