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10 Inbound Marketing Fehler, die Sie leicht vermeiden können

by Martin Bredl
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Inbound Marketing ist auf den ersten Blick eigentlich ziemlich einfach: Content produzieren der Interessenten anzieht, unwiderstehliche Conversion Angebote machen und dann den Leads etwas verkaufen. Aber ganz so einfach ist es dann doch nicht. Oft scheitert Inbound Marketing, weil viel zu viele Fehler gemacht werden.

In diesem Beitrag haben wir für Sie die häufigsten Inbound Marketing Fehler zusammengefasst. Wir hoffen, Sie können sich dadurch den einen oder anderen Fehler ersparen.  

1. Zuviel Content über uns selbst

Sehr leicht vergessen wir, dass Kunden sich nicht für uns interessieren, sondern für sich selbst und für ihre eigenen Probleme. Unser Ziel muss es daher sein Contents zu erzeugen, die Probleme von Usern lösen oder die sie zumindest unterhalten. Es bringt nichts, wenn Sie schreiben wie toll Ihr Produkt oder Ihre Leistungen sind. Versetzen Sie sich in Ihre Buyer Persona und überlegen Sie, wie Sie mit Ihrem Content dazu beitragen können, die Probleme Ihrer Zielgruppe zu lösen.

2. Content Strategie passt nicht

Es gibt kein Inbound Marketing Projekt, bei dem die Content Strategie sofort passt. Sie können noch so gut die Buyer Personas beschreiben und auch interviewen oder einen guten Keyword Research machen - der Content wird nicht sofort passen. Content Strategie ist immer Trial and Error. Allerdings muss es eine Lernkurve geben. Mit HubSpot oder Google Analytics Tools erkennen Sie, ob der Content beginnt zu greifen. Beobachten Sie jeden Artikel.

  • Wie viele Besucher zieht er an?
  • Wie viele Conversions erzeugt er?
  • Wie viele Backlinks generiert er?

Lernen Sie aus diesem Monitoring. Wenn Sie erkennen, dass bestimmte Themen und Headlines besser funktionieren, dann schreiben Sie mehr davon. Achten Sie auch auf den Zeitpunkt der Publikation. Eventuell gibt es Zeiten, wo Ihnen Ihre Zielgruppe mehr Aufmerksamkeit schenkt. Der Erfolg Ihres Inbound Marketings hängt zu 80% an der Qualität Ihres Contents.

Überprüfen Sie auch laufend die Conversion Rate von Call to Actions und Landingpages. Wenn die CTA Conversion Rate nur einige Prozent beträgt, überlegen Sie ein passenderes Conversion Angebot. Wir machen laufend diesen Check und "erfinden" laufend bessere Angebote für die Leadgnerierung. 

Inbound Marketing Anleitung

3. Zu wenig Content

Eine Studie von HubSpot unter 12.000 Kunden zeigt, dass ab 9 Blogbeiträgen pro Monat ein signifikanter Anstieg von Leads zu verzeichnen ist. Wir haben uns daher entschieden mindestens 2 Blogbeiträge pro Woche zu produzieren. Wenn Sie mehr Kapazitäten zur Verfügung haben, dann können Sie die Anzahl steigern, je mehr Content desto besser. Aber nicht nur Blogbeiträge sind wichtig, sondern auch regelmäßig neuer Content für Downloads, denn sonst können keine Leads erzeugt werden.

4. Sie haben kaum Organic Traffic

Das ist einer der häufigsten Inbound Marketing Fehler. Besucher von Suchmaschinen sind deshalb so wichtig, da sie die höchste Conversion Rate aufweisen. Kein Wunder, denn diese Besucher haben auf Google eine Frage gestellt. Wenn Sie diese Frage jetzt mit einem Blogbeitrag gut beantworten, ist die Chance hoch, dass dieser Besucher ihr Conversion Offer annimmt.

Sie müssen sich also mit SEO beschäftigen, damit der Strom von Besuchern von Google ständig steigt. Das wichtigste ist guter Content, den Sie mit Keywordphrasen auf eine bestimmte Suchanfrage optimieren und Backlinks. Mehr zu diesem Thema finden Sie in diesem Beitrag: 9 einfache SEO Tipps für mehr Visits

5. Keine Knöpfe keine Leads

Wenn Sie nicht auf jeder Webpage (JEDER!!!) einen Call to Action haben, dann brauchen Sie sich nicht wundern, warum Sie keine Leads generieren. Oft erlebe ich, dass die Leadgenerierung auf die Blogbeiträge verbannt wird, obwohl bestehende Seiten der Website schon 10.000 Besucher haben. Warum nicht auf jeder Seite einen Call to Action mit einem Download für Conversions? Selbst wenn Sie auf Seiten, die nicht themenspezifisch sind eine geringere Conversion Rate haben, können Sie hunderte Leads generieren. Also ab jetzt: Keine Seite ohne Call to Action, die Startseite inkludiert.

6. Ihre Website ist nur schön

Sie können sich nicht vorstellen wie schlecht die meisten Websites von Unternehmen im Hinblick auf Inbound Marketing performen. Bei unseren Analysen habe ich den Eindruck, dass die meisten Unternehmen mit Ihren Websites nur Beauty Contests gewinnen wollen, aber keine Absicht haben, damit Geld zu verdienen.

Darauf sollten Sie besonders achten: 

  • Die Website ist zu langsam: Ihre Website sollte in 2 bis 4 Sekunden alles geladen haben. Zu große Bilder, komplizierter Code, zu viele Plugins, kein gutes Caching, all das kann Schuld an langsamen Ladezeiten sein. Mit diesem Tool können Sie die Geschwindigkeit Ihrer Website überprüfen.
  • Die Usability ist eine Katastrophe: Erkennen Ihre Besucher in 4 Sekunden, um was es auf Ihrer Startseite geht? Führt Ihre Startseite die Besucher dort hin, wo sie auch hin sollen? Mit Hotjar können Sie überprüfen wo die Besucher klicken. 
  • Value und Stickiness: Welchen Nutzen haben Besucher auf jeder Ihrer Pages und kommen Besucher wieder zurück?

7. Content ohne Reichweite

Was nützen die besten Blogbeiträge der Welt, wenn Sie niemand liest? Die besten Traffic-Quellen sind Suchmaschinen. Sie müssen einen langen Atem haben, wenn Sie bei der Content Promotion nur auf Besucher von Google setzen. 

Obwohl es Inbound Marketing heißt, sollten Sie auch Werbung einsetzen. Dabei geht es nicht darum Ihr Produkt zu bewerben sondern Ihren Content. Google Ads und Social Ads können besonders zu Beginn von Inbound Marketing sehr gut helfen, die Anzahl der Visits zu steigern. 

8. Call to Actions und Landingpages, die nicht performen

Es gibt laufend neue Studien dazu, wie Call to Actions oder Landingpages aussehen sollen, um möglichst viele Conversions zu erzielen. Halten Sie sich immer auf dem Laufenden und passen Sie das Design an. Dafür ist es nicht notwendig einen Grafiker zu engagieren. Wir haben erst kürzlich alle unsere Call to Actions erneuert. Das ist ganz einfach mit Programmen wie canva möglich. Probieren Sie einfach aus, welches Design am Besten funktioniert.

Mehr zu diesem Thema erfahren Sie in unserem Beitrag: Wie Sie mit Call to Actions noch mehr Leads generieren.

9. Unqualifizierte Leads

Seit wir HubSpot verwenden, haben wir insgesamt schon ca. 2.500 Leads generiert. Mit der Leadqualifizierung läuft es noch nicht so gut. Die Challenge besteht darin, den Leads entlang der Buyers Journey die passenden Inhalte anzubieten.

Dazu verwenden wir automatisierte Workflows. Am Beginn dachten wir da viel zu kompliziert und die Workflows waren viel zu komplex, so dass wir vor einem Haufen Spaghetti standen. Jetzt machen wir immer einfachere und auch überschaubarere Workflows. Dabei lernen wir ständig und wir werden sicher bald einen guten Weg gefunden haben, ohne viel Anstrengung unsere Leads zu qualifizieren. 

9. Leads verkümmern

Das ist der schlimmste Inbound Marketing Fehler. Jetzt haben Sie so viel investiert, Sie generieren Leads am laufenden Band, qualifizieren diese auch und dann kümmert sich niemand um den Abschluss von Leads.

Sie müssen den Vertrieb von Anfang an einbinden. Inbound Marketing reicht weit in den Vertrieb. Viele Unternehmen beschäftigen sich jetzt mit Inbound Sales, also der Integration von Inbound Methoden in den Vertrieb. 

Am besten Sie schließen mit dem Vertrieb ein Service Level Agreement ab. Vereinbaren Sie mit dem Vertrieb, welche Eigenschaften ein Lead haben muss, damit dieser eine hohe Abschlussrate erzielen kann. Umgekehrt sollte sich der Vertrieb committen die Inbound Leads auch sorgfältig zu pflegen und zum Abschluss zu bringen und den Vertriebserfolg auch an Marketing reporten. 

Conclusion Inbound Marketing Fehler vermeiden

In diesem Beitrag zeigten wir 10 offensichtliche Fehler, die Sie leicht vermeiden können. Sicher gibt es da noch viele mehr. Aber Inbound Marketing ist ja ein Dauerlauf, daher müssen Sie nicht gleich alles erledigen. 

Wichtig ist auch, dass Sie bereit sind weitere Fehler zu machen. Seth Godin sagt in seinem Buch "Linchpin", wenn wir nicht immer wieder aus unserer Komfort-Zone heraustreten, dann dämmern wir im Status Quo dahin. Das gilt auch im Inbound Marketing. Wir müssen bereit sein Neues auszuprobieren und auch Fehler zu machen. Der größte Fehler ist, wenn Sie im Inbound Marketing aus Angst vor dem Versagen keine Fehler machen.

 

Content Marketing Anleitung

 

 Dieser Beitrag wurde im Dezember 2016 gründlich überarbeitet.

Inbound Marketing

Martin Bredl

Martin Bredl

Pionier im Inbound Marketing mit viel Erfahrung im Bereich von Communications, Strategie und Branding. Ist auch als Lektor am FH Joanneum tätig. Träumt von einer Farm in Afrika.

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