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Was ist Inbound Marketing eigentlich?

Inbound Marketing Definition

Inbound Marketing ist ein digitaler Marketing Prozess, bei dem Unternehmen und Produkte von potentiellen Kunden im Internet gefunden und nicht durch Werbedruck erreicht werden. Das Mittel dazu ist nützlicher Content auf den Websites von Unternehmen. Durch Downloads und interaktive Assets werden Leads generiert, die mit Hilfe von Marketing Automation qualifiziert und von Sales abgeschlossen werden.

Der Begriff Inbound Marketing wurde von den Gründern der Firma HubSpot Brian Halligan und Dharmesh Shah sozusagen erfunden. Sie haben bereits 2005 erkannt, dass sich das Kaufverhalten ändert und Marketing sich anpassen muss. 

Dieser Blogartikel ist vor allem für Marketingverantwortliche geeignet, die sich einen Überblick zu Inbound Marketing verschaffen wollen. Wenn Sie diesen Artikel gelesen haben, können Sie beurteilen, ob Sie sich auf Inbound Marketing einlassen wollen. 

In diesem Video erklärt Ihnen Inbound Consultant Lisa schon einmal vorab, was Inbound Marketing ist: 

Wie funktioniert Inbound Marketing?

Wie bereits in der Definition von Inbound Marketing erklärt, geht es bei Inbound Marketing darum, im Internet gefunden zu werden. Doch wie funktioniert Inbound Marketing nun genau?

Durch guten, suchmaschinenoptimierten (SEO) Content gelangen möglichst viele Menschen auf Ihre Website und lesen Ihre Inhalte (Blogbeiträge). Ihr Content ist nicht werblich, sondern vor allem nützlich. So gewinnen Sie Vertrauen und Sie positionieren sich als Experte in Ihrer Branche. 

Abgesehen von frei zugänglichen Blogbeiträgen gibt es auf Ihrer Website auch Premium Content. Dieser Premium Content ist in Form von Call to Actions in Ihre Blogbeiträge integriert und bietet besonders interessierten Lesern die Möglichkeit, noch einen Schritt weiterzugehen und ihr Wissen zu vertiefen.

Dieser Premium Content ist besonders wertvoll, daher ist er für Ihre Leser nicht kostenlos. Sie bezahlen allerdings nicht mit Geld für den Download, sondern durch die Angabe Ihrer Kontaktdaten. Das nennt man Leadgenerierung.

Ein Lead ist ein Businesskontakt, der Interesse an Ihrem Unternehmen hat und Ihnen seine Kontaktdaten zu Kommunikationszwecken zur Verfügung stellt. Ihr Ziel ist es, möglichst viele Ihrer generierten Leads zum Kaufabschluss zu bringen.

Dafür qualifizieren und begleiten Sie Ihre Leads so lange, bis sie zum Kauf bereit sind. Dieser gesamte Prozess des Lead Managements wird mithilfe einer Marketing Automation Software umgesetzt. Auf die dahinter steckende Technologie gehe ich in den Abschnitten "Was ist Marketing Automation"  und  "Was ist HubSpot" in diesem Beitrag noch ein.

Inbound Marketing Guide 2022:  Leitfaden mit Checklisten, Vorlagen und Tools für B2B-Unternehmen

Warum Inbound Marketing?

Möchten Sie gerne Ihren Traffic steigern, möglichst viele Leads generieren und die Anzahl Ihrer begeisterten Kunden um ein Vielfaches vergrößern? Wenn ja, dann ist Inbound Marketing die Antwort auf diese Fragen. Doch lassen Sie mich darauf noch im Detail eingehen:

Wenn Ihr Unternehmen bei diesen 70 %  der Suche und Recherche nicht involviert ist, haben Sie einen Wettbewerbsnachteil. 

Mehr Sichtbarkeit

Durch Inbound Marketing haben Sie außerdem die Möglichkeit, sich mehr Sichtbarkeit zu schaffen. Hochwertiger Content trägt dazu bei, dass Ihr Unternehmen mit den für Sie wichtigen Themen in Verbindung gebracht und gefunden wird.

Expertenposition erarbeiten

Wenn Sie kontinuierlich qualitative Inhalte veröffentlichen, die für Ihre Leser von hohem Nutzen sind, dann bauen Sie sich dadurch schrittweise eine Expertenposition in Ihrem Gebiet auf. Von dieser Expertenposition profitieren Sie spätestens dann, wenn Ihre potenziellen Kunden so weit in der Customer Journey vorangekommen sind, dass sie eine Kaufentscheidung treffen und dabei an den kompetenten und freundlichen Experten (also an Sie) denken. 

Aufbau von Vertrauen 

Durch das regelmäßige Veröffentlichen von nützlichen Inhalten und das Schaffen einer Experten-Position bauen Sie Vertrauen auf. Und Vertrauen ist letztlich ein wichtiger Aspekt in der Buyer’s Journey. 

Mehr und bessere Leads 

“No leads, no fun” ist das Motto bei uns im Büro. Ein Grund, warum Sie mit Inbound Marketing beginnen sollten, ist definitiv die Steigerung der Anzahl und Qualität Ihrer Leads. Durch Inbound Methoden verwandeln Sie Ihre Website in eine Leadgenerierungs-Maschine, die Sie zwar laufend mit neuem Content füttern müssen, der Großteil der Arbeit lässt sich aber automatisieren. Dazu mehr im Kapitel Was ist Marketing Automation?

Reporting

Einer der Vorteile von Inbound Marketing gegenüber anderer Marketing-Methoden ist, dass alles trackbar und somit belegbar ist.

Hier sehen Sie unseren Inbound Marketing Funnel im Juli 2021:

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Wir sehen jederzeit wie unsere Leadgenerierungsmaschine läuft und können so sehr rasch eingreifen, wenn die Maschine zum Stottern anfängt. 

Inbound Marketing vs. Outbound Marketing vs. Content Marketing

Durch Inbound Marketing werden Unternehmen und Produkte von potenziellen Kunden im Internet gefunden. Menschen identifizieren Bedürfnisse oder suchen nach Lösungen für Ihre Probleme und gelangen dabei auf Sie und Ihr Unternehmen. Komplett freiwillig. Sogenanntes Pull-Marketing also, denn im Inbound Marketing wird nachfrageorientiert vom Kunden aus gedacht. 

Bei Outbound Marketing wird der Kontakt zwischen Unternehmen und potenziellen Kunden vom Unternehmen initiiert. Es handelt sich also um Push-Marketing, bei dem das Produkt oder Service auf teils offensive Weise an die potenziellen Kunden herangetragen wird. Die Anbieter “pushen” Ihre Leistungen zu ihren potenziellen Kunden. Klassische Maßnahmen im Outbound Marketing sind somit zum Beispiel Fernseh- und Radiowerbung.

Content Marketing ist ein Teil von Inbound Marketing, nämlich der Teil der sich mit der Content Strategie, der Content Produktion und der Content Promotion beschäftigt. Content ist der Treibstoff für erfolgreiches Inbound Marketing. Es gibt daher kein Inbound Marketing ohne Content Marketing. 

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Was ist Marketing Automation?

Bei Marketing Automation handelt es sich um eine Plattform zur Digitalisierung von Prozessen im Marketing und Vertrieb. Mit Hilfe von Marketing Automation ziehen Sie die richtigen potenziellen Kunden auf Ihre Website, generieren und qualifizieren Leads und unterstützen schließlich den Verkauf dabei, den Deal abzuschließen.

Um es auf den Punkt zu bringen kann man sagen, dass Ihnen Marketing Automation dabei hilft, in einer digitalen Welt besser und mehr zu verkaufen. Um Sie im Verkauf zu unterstützen, hat Marketing Automation vier grundlegende Funktionen: 

  1. Die richtigen Besucher: Marketing Automation unterstützt Sie dabei, potenzielle Kunden auf Ihre Website zu bekommen. Wie genau die Software dabei helfen kann? Sie hilft Ihnen bei der Erstellung relevanter Website-Inhalte, bei SEO-Maßnahmen, bei Social Media, sowie bei Anzeigen im Internet. 
  2. Leadgenerierung: Marketing Automation unterstützt Sie dabei, möglichst viele wertvolle neue Business-Kontakte zu generieren. Durch die Technologie der Marketing Automation Software haben Sie die Möglichkeit, Website-Besuchern abhängig von ihrem Nutzerverhalten Premium Content anzubieten. Im Gegenzug dafür geben Nutzer ihre Kontaktdaten an. Auf diese Art sammelt die Software automatisch Kontaktdaten (Leads), ohne dass Besucher Spam erhalten. 
  3. Lead Qualifizierung: Marketing Automation unterstützt Sie dabei, die Leads zu qualifizieren. Dazu sammelt die Software wichtige Informationen zu den Leads, die Sie für das Lead Scoring, also die Qualifizierung von Leads, verwenden können. 
  4. Kaufabschlüsse: Marketing Automation unterstützt Ihren Vertrieb mit den gesammelten Daten schneller Abschlüsse zu erzielen. Die Software hilft dabei, die Kaufbereitschaft von Leads zu identifizieren und genau dann ein gutes Angebot zu schicken, wenn der Lead in der richtigen Phase der Buyer’s Journey angekommen ist. 

Wie Sie sehen, kommen Sie an Marketing Automation kaum vorbei, wenn Sie seriöses, gut durchdachtes und erfolgreiches Inbound Marketing betreiben möchten. Deshalb gehe ich im nächsten Abschnitt auf den weltweiten Marktführer unter den Marketing Automation Softwares ein: 

Was ist HubSpot?

Im oberen Abschnitt ist stets von einer Marketing Automation Software die Rede. HubSpot ist genau so eine Software. Im Jahr 2005 wurde HubSpot von Dharmesh Shah und Brian Halligan als All-in-one-Plattform für Inbound Marketing, Sales, CRM und Kundenservice entwickelt. Neben dem Marktführer HubSpot gibt es natürlich auch andere Marketing Automation Softwares. So zum Beispiel Marketo, Salesforce Pardot und Oracel Eloqua. 

Hier ein Überblick der wichtigsten Anforderungen an eine Marketing Automation Software, die HubSpot alle erfüllt: 

  • Entwicklung von Content Strategien
  • Website CMS
  • Blogfunktion
  • Produktion von Content
  • Erstellen von Call to Actions und Landingpages
  • Leadgenerierung
  • Automatisierte Workflows
  • Leadqualifizierung
  • E-Mail Marketing
  • Newsletter
  • A/B Testing
  • Social Media Marketing
  • Personalisierung von Content auf Webpages und E-Mails
  • Reporting und ROI messen
  • Vertriebstools
  • CRM (eigenes CRM bzw. Integration mit einem vorhandenen CRM)

7 Grundsätze für erfolgreiches Inbound Marketing  Leitfaden für B2B-Unternehmen

Das Inbound Marketing Projekt

Wir haben in den letzten 1o Jahren gelernt Inbound Marketing in 3 Phasen zu teilen: 

  1. Phase: Planungsworkshops
  2. Phase: Setup
  3. Phase: laufendes Campaigning

Hier ist unser Inbound Marketing Projekt Überblick:

Im Planungsworkshop erarbeiten Sie alle Grundlagen für das Setup und das spätere Campaigning.

Im Setup geht es vor allem um die Installation einer Marketing Automation und dem Relaunch der Website.

Das laufende Campaigning füllt die Leadgenerierungsmaschine mit Content, sichert Leadgenerierung, Leadqualifizierung und Abschlüsse. 

Im 3. Monat nach dem Start sollten Sie in der Lage sein, die ersten Leads zu generieren. Wenn Sie Ihre Website neu gestalten, dann müssen Sie mit insgesamt 4 Monaten bis zum Start der Leadgenerierung rechnen. 

Der Inbound Marketing Funnel

Der Sales Funnel im Inbound Marketing besteht aus 5 verschiedenen Abschnitten: Visits, Leads, Marketing Qualified Leads, Sales Qualified Leads und Clients, wie Sie hier auf der Abbildung sehen: 

Inbound Marketing Sales Funnel_10000 Visits zu 4 Kunden

Wenn Sie diese monatliche Abbildung genauer betrachten, können Sie sich leicht ausrechnen wieviel Sie in den Trichter einfüllen müssen, um eine gewünschte Anzahl von neuen Kunden zu gewinnen. Genial, oder? 

Die Conversion Rates von einer Stufe im Funnel zur nächsten sind unsere Erfahrungswerte bei B2B Kunden. Die Darstellung eines Sales Funnels auf diese Art und Weise hilft Ihnen und Ihrem Vertrieb, den Umsatz von Inbound Marketing gut zu planen.  

Die unterschiedlichen Leads im Inbound Marketing 

Leads: Bei Leads handelt es sich um Website-Besucher, die Ihrem Unternehmen ihre Kontaktdaten hinterlassen haben. Normalerweise tun sie das, um dafür im Gegenzug ein Stück Premium Content zum Download zu bekommen. 

Marketing Qualified Leads (MQLs): Mit Marketing Qualified Leads sind all jene der generierten Leads gemeint, die einem gewissen Kundenprofil entsprechen. Das kann zum Beispiel sein: 

  • Mitarbeiter einer gewissen Unternehmensgröße
  • Mitarbeiter in einer gewissen Funktion in einem Unternehmen 
  • Mitarbeiter in einer gewissen Position in einem Unternehmen 
  • Mitarbeiter in einer geografischen Region
  • etc.

Um es auf den Punkt zu bringen ist ein MQL jemand, den Sie gerne als Kunden hätten.

Sales Qualified Leads (SQLs): Bei Sales Qualified Leads handelt es sich um Marketing Qualified Leads, die zusätzlich auch eine Kaufabsicht haben. Also jemand, den Sie gerne als Kunden hätten und der noch dazu kaufen möchte. Um als SQL qualifiziert zu werden, muss ein Lead folgende Kriterien erfüllen: 

  • Ein konkretes Problem, das Ihr Unternehmen lösen kann, muss erkennbar sein
  • Budget muss vorhanden sein 
  • Es muss jemand sein, der eine Kaufentscheidung treffen kann
  • Eine bestimmte Dringlichkeit muss gegeben sein 

Nur weil jemand jetzt gerade kein SQL ist, bedeutet das nicht, dass er es nicht noch werden kann. 

In diesem Beitrag erklärt unser Inbound Consultant Lisa in unter 4 Minuten, wie Sie selbst einen effektiven Inboundsales Funnel erstellen:

Inbound Marketing KPIs und Benchmarks

Im Inbound Marketing ist alles messbar: Jede Aktion auf einer Landing-Page, in einer E-Mail, oder mit einem Social-Media-Beitrag kann getrackt, analysiert und damit optimiert werden.

Das führt natürlich zu einer Datenflut, in der man sich schnell verlieren kann. Als Faustregel sollten Sie daher grundsätzlich nur “actionable Metrics” als Kennzahlen nutzen: Aktionen müssen wiederholbar sein und zu einem beobachtbaren Ergebnis führen.

Inbound Marketing KPIs und Kennzahlen sollten immer dazu dienen, exakt bestimmen zu können, welches Stadium des Inbound-Funnels noch Verbesserungspotential zeigt. Die Übergänge zwischen diesen einzelnen Stadien sowie die Interaktionen von Kunden oder Usern lassen sich am besten mit der Conversion Rate darstellen.

Daher sollte immer die Ziel-Konvertierungsraten im Mittelpunkt stehen: Wie viele Personen haben eine bestimmte Aktion ausgeführt?

Hierbei geht es nicht nur um den Übergang der Phasen entlang des Sales Funnels, sondern um jede digitale Interaktion innerhalb der Phase selbst, die ein Ergebnis für Ihr Unternehmen bringt: Interessenten sollten im Idealfall durch kleinere Interaktionen so Stück für Stück weiter in Richtung Kunde konvertieren.

Diese “Konversionspunkte” sind die Stellschrauben, an denen Sie arbeiten müssen, um Ihre Konversionsziele zu erreichen. Nach Änderungen sehen Sie so meistens direkt eine positive oder negative Auswirkung und können diese auch innerhalb Ihrer Sparte bzw. Industrie benchmarken.

Relevante Inbound-Marketing-Conversion-Rate-Benchmarks, an denen Sie sich orientieren bzw. die Sie tracken müssen, umfassen:

  • Die Gesamtzahl individueller Besucher Ihrer Webseite (Unique Website Visitors), die durch jeglichen digitalen Kanal bzw. jegliche Maßnahme konvertieren: Organische Suchergebnisse, bezahlte Anzeigen, Social Media, direkte Zugriffe, etc.
  • Besucher zu Leads (Visit To Leads): Wie viel Prozent der Besucher konvertieren insgesamt zu Leads?
  • Call To Action: Wie viel Prozent konvertieren über einen bestimmten CTA?
  • Landing Pages: Wie viel Prozent führen eine bestimmte Handlung auf einer Landing Page aus (hier kann es ggf. mehr als eine Handlung bzw. mehr als ein Ziel geben)?
  • Die Conversion Rate von Unqualified-Leads zu Marketing-Qualified-Leads hin zu Sales-Qualified-Leads.
  • Die Conversion Rates der Interaktion mit den Inhalten im Zuge des Lead Nurturing.
  • SQL-To-Opportunities
  • Opportunities-To-Close

Whitepaper: Inbound-Leadgenerierung für B2B-Unternehmen

Das Campaigning im Inbound Marketing

Damit sich Ihr Sales Funnel mit Visits und Leads füllt, müssen Sie regelmäßig Inbound Marketing Kampagnen umsetzen. Eine Inbound Marketing Kampagne besteht im Kern immer aus einem Download und Blog-Content der diesen Download im übertragenen Sinn zu Ihren potenziellen Kunden trägt.  

Mit dem Blog-Content erreichen Sie, dass potenzielle Kunden Sie im Internet finden. Eine geniale Idee für diesen Content stammt von Markus Sheridan. Er hat herausgefunden, dass Käufer immer diese 5 Themen (BIG FIVE) suchen: 

  • Kosten
  • Probleme
  • Vergleiche
  • Best off 
  • Reviews

Wir trainieren unsere Kunden vor allem zu Beginn der Inboundmarketing Reise an diese Kategorie von Content zu denken. 

Weiters ist es sehr hilfreich Content Cluster zu planen und umzusetzen. Ein Content Cluster ist ein Themengebiet, zu dem Sie zum Beispiel 8 Blogartikel schreiben. Alle 8 Blogartikel fassen Sie in einer Pillar-Page zusammen und am besten verlinken Sie auch alle einzelnen Blogartikel mit der Pillar-Page und auch umgekehrt. 

Das wichtigste Medium zur Verbreitung Ihres Contents sind Google bzw. auch andere Suchmaschinen. Daher müssen Sie bei der Erstellung des Contents auch auf die Suchmaschinen-Optimierung (SEO) achten. Die beste SEO Maßnahme ist aber bester Content selbst, da Google größtes Interesse hat Suchende im Internet mit dem besten Suchergebnis glücklich zu machen.

Google wird oft, besonders zu Beginn von Inbound Marketing nicht ausreichen, um genügend Besucher auf Ihre Website zu bekommen. Daher sollten Sie Ihren Content auch promoten. Hier sind Content Promotion Tipps: 

  • Posten Sie Ihren Content auf Social Media Plattformen wie zum Beispiel LinkedIn, Facebook, Instagram etc. 
  • Nutzen Sie Google Ads 
  • Starten Sie einen Podcast
  • Drehen Sie Videos und veröffentlichen Sie diese auf YouTube
  • Nutzen Sie Newsletter von Verlagen
  • Nutzen Sie Bannerwerbung 
  • Nutzen Sie Public Relations

Wie viel, und welchen Content Sie brauchen, welche Kanäle geeignet sind, welcher Content entlang der Buyers Journey notwendig ist, das alles sind Themen für die Content Strategie, die Sie am besten gleich zu Beginn Ihres Inbound-Marketing Projektes entwickeln. 

Inbound Marketing Planning Template

Der Website Relaunch

Auch wenn Ihre Website noch so schön ist, kann es sein, dass sie für Inbound Marketing ungeeignet ist. Wie ich schon mehrmals in diesem Artikel angemerkt habe, geht es im Inbound Marketing darum, dass sich Ihre Kunden im Internet schlaumachen und Sie dazu zu allen Fragen Ihrer Kunden über die Suchmaschinen gefunden werden wollen. 

Gefunden werden, das ist die wichtigste Voraussetzung für Inbound Marketing. Stark vereinfacht reagieren Suchmaschinen beim Ranking der Suchergebnisse auf diese 3 Faktoren:

  • Content: Bester Content antwortet Suchanfragen am besten. Suchmaschinen können über verschiedene Signale messen, ob ein Suchender eine gute Antwort gefunden hat. 
  • Usability: Das hat mit dem Design und den technischen Parametern Ihrer Website zu tun. Auch das messen die Suchmaschinen etwa über die Ladegeschwindigkeit Ihrer Website.
  • Backlinks: Nach wie vor achten Suchmaschinen auf die Autorität von Seiten. Das erkennen Suchmaschinen daran wie viele andere Seite mit hoher Autorität auf Ihre Seiten verlinken. 

Sollte Ihre Website Probleme mit SEO haben und dann auch noch ein veraltete Design aufweisen oder moderne Website Features fehlen, dann sollten Sie vor dem Start ihres Inbound-Marketing Projektes über einen Website-Relaunch nachdenken.

Für wen eignet sich Inbound Marketing?

Inbound Marketing eignet sich für B2C und B2B Businesses. Allerdings gibt es Business Modelle für die Inbound Marketing besonders geeignet ist: 

  • Immer dann, wenn dem Kauf eine intensive Recherche im Internet vorausgeht.
  • Immer dann, wenn der Kaufvorgang länger dauert, also Monate oder sogar Jahre dauern kann
  • Immer dann, wenn bei der Kaufentscheidung mehrere Personen involviert sind (Buying Comitee)
  • Immer dann, wenn intensive Beratung für den Kauf notwendig ist.
  • Immer dann, wenn der Preis relativ hoch ist und ein Lead daher einen hohen Wert hat.

Ich denke, Sie können das Muster erkennen. Inbound Marketing ist hervorragend geeignet, wenn ein Käufer ein höherwertiges Produkt oder Dienstleistung erwirbt, dass Beratung notwendig hat. Nicht so gut ist Inbound Marketing geeignet bei schnell lebenden Konsumgütern (FMCG), wo ein Lead einen geringen Wert hat. 

Kosten und Ressourcen Inbound Marketing?

Inbound Marketing ist hervorragend skalierbar. Je mehr Sie investieren, umso rascher und umso mehr können Sie Ergebnisse erwarten. 

Eine große Entscheidung in Bezug auf Ressourcen und Kosten sollten Sie vor dem Start treffen: internes Inbound Marketing oder ausgelagertes Inbound Marketing? 

Wir raten ganz klar zum Ersteren. Internes Inbound Marketing bringt bessere Ergebnisse und Sie sparen mittel und langfristig Kosten. 

Hier ist eine Kostenübersicht für das erste Jahr Inbound Marketing mit Unterstützung einer Inbound-Marketing Agentur:

Planungsworkshops: ca. 5.000

Setup Marketing Automation: ca. 5.000

Website Relaunch: 20.000 bis 40.000

12 Monate Training und Coaching: 60.000

In diesem Artikel: Inbound Marketing Kosten und was Sie dafür bekommen habe ich die Kosten im Detail beschrieben und auch einen Vergleich internes vs. externes Inbound Marketing angestellt. 

Noch ein paar Worte zu den Ressourcen. Das brauchen Sie für Inbound Marketing:

  • Content-Manager
  • Digital Marketing Experte
  • Videograf
  • Website
  • Marketing Automation (HubSpot ab 740,- monatlich)

Video im Inbound Marketing

Videos unterstützen im Inbound Marketing potenzielle Käufer bei ihrer Customer Journey.

Die wichtigsten Inbound-Marketing-Video-Formate sind dabei:

 

  • Landingpage-Videos: Idealerweise sollte auf jeder Ihrer Seiten, auf der ein Conversion-Angebot bzw. ein Formular zu finden ist, auch ein Video zu sehen sein.
  • 80-Prozent-Videos: Mit diesen Videos beantworten Sie 80 Prozent der Fragen Ihrer potenziellen Kunden zu einem Thema.
  • Mitarbeitervideos: Nicht die klassisch gestellten “Wir sind alle glücklich bei der Arbeit”-Videos, sondern Videos, in denen sich Ihre Kollegen vorstellen (was sie machen, wie lang sie im Unternehmen sind, ...). Diese schaffen Vertrauen und geben Ihrem Unternehmen ein Gesicht.
  • Produkt-/Service-Seiten-Videos: Drehen Sie kurze Videos, in denen gezeigt wird, was Ihr Angebot alles kann.
  • Kosten-Videos: Erklären Sie, wie sich der Preis Ihrer Produkte bzw. Dienstleistungen zusammensetzt, was den Preis sinken oder steigen lässt und was die wichtigsten Kostenfaktoren sind.
  • Faktencheck-Videos: Drehen Sie Videos, in denen Sie Ihre wichtigsten Behauptungen in Bezug auf Ihr Angebot bzw. Ihr Unternehmen auf Richtigkeit prüfen.
  • Social Proof-Videos: Kundenrezensionen in Videoform, auch Testimonial Videos genannt.

Video Content ist heute ein entscheidender Faktor bei jeder Content-Strategie. Aktuelle Video-Marketing-Statistiken zeigen, dass Videos:

  • Marketern dabei geholfen hat, den Traffic zu steigern (87 Prozent);
  • direkten Einfluss auf Sales haben (81 Prozent);
  • und damit einen guten ROI bieten (87 Prozent).

Durch Videos steigern Sie nicht nur Traffic, Conversions und schaffen Vertrauen, sondern passen sich auch zeitgemäßen Gewohnheiten beim Konsum von Content an. Nicht ohne Grund ist YouTube die zweitgrößte Suchmaschine der Welt nach Google!

HubSpot Video

Was macht eine Inbound-Marketing-Agentur?

Im klassischen Modell helfen Inbound-Marketing-Agenturen Unternehmen dabei, einen Leadgenerierungsprozess aufzusetzen, Marketing Automation einzuführen, Content zu erstellen, Lead Nurturing zu betreiben, die Prozesse zu optimieren und die “Maschine” durch Kampagnen am Laufen zu halten.

Durch die Übernahme von Experten-Aufgaben sowie des Großteils der strategischen Planung und Umsetzung durch die Agentur wird die interne Zusammenarbeit von Marketing und Vertrieb unterstützt und optimiert.

Dieses Modell der “verlängerten Werkbank” wird langsam abgelöst durch die Verlagerung hin zu In-House-Marketing. Man spricht hier auch von einer neuen Inbound-Kultur: Unternehmen nutzen eine Inbound Marketing Agentur dann weiterhin für die Strategie und das Set-up, aber primär für Coaching und Training der eigenen Mitarbeiter und Führungskräfte, um ein internes Inbound Marketing Team aufzubauen.

Fazit: Was ist Inbound Marketing?

Sie haben jetzt erfahren, was Inbound Marketing ist, wie es funktioniert, was dabei herausschaut und was es kostet. Holen Sie sich jetzt unseren Inbound Marketing Guide.

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